Und möglicherweise ist auch Ihnen das ziemlich kleine
Zeitfenster aufgefallen, das zwischen Zettelverteilung (aka* „öffentliche Ausschreibung“),
Besichtigungstermin (aka „60-Minuten-an-einem-Arbeitstag-um-13-Uhr“) und
Angebotsabgabe liegt.
Interessant ist auch, dass als Grund für die Veräußerung „…
das Interesse seitens der Bürger…“ angeführt wird, obwohl es – laut Aussage des
Bürgermeisters – ursprünglich lediglich EINEN Interessenten gegeben haben soll,
der die Liegenschaft ja auch schon längst besichtigt hat…
Die äußerst kurzfristige Bekanntgabe des Verkaufs dürfte es anderen Biedermannsdorfer:innen wohl eher schwer machen, ein entsprechendes Nutzungskonzept auszuarbeiten und fristgerecht einzureichen.
Und darf ein
solches Nutzungskonzept eigentlich auch lediglich den Wunsch nach einem
Eigenheim beinhalten? Unklar.
Des Weiteren stellt sich für uns die Frage, wer am Ende
entscheidet, welches Nutzungskonzept denn nun das beste sein soll – wird es ein
unabhängiges Gremium geben, das die, im Sinne der Fairness und Chancengleichheit,
hoffentlich anonymisierten Angebote bearbeitet und am Ende entscheidet?
Oder werden ÖVP und SPÖ als momentan stimmenstärkste
Parteien bei einer Abstimmung im Gemeinderat einfach alle anderen überstimmen,
wie sie es auch schon beim Beschluss zum Verkauf getan haben…?
Werden die Biedermannsdorfer:innen, ganz im Sinne der Transparenz, erfahren, welche Nutzungskonzepte vorgelegt wurden und wieso die Wahl schließlich auf das ein oder andere fiel?
Und wird am Ende tatsächlich das
beste Nutzungskonzept oder doch der Höchstbietende den Zuschlag für den Kauf
bekommen…?
Wieder einmal Fragen über Fragen, die wir auf offiziellem
Wege leider nicht vorab klären können - denn die nächste Gemeinderatssitzung
ist erst für März anberaumt.
Dranbleiben werden wir trotzdem. Für Sie und UNSER
Biedermannsdorf.
*also known as = "auch bekannt als"










