Dienstag, 3. Februar 2026

Das Schwanzerhaus - wir waren drin!


Am vergangenen Freitag fand die Besichtigung des Schwanzerhauses in der Ortsstraße 2 statt. Auch wir waren selbstverständlich vor Ort, um uns ein noch besseres Bild von der Liegenschaft – vor allem in Bezug auf Größe und Zustand - zu machen.

Tatsächlich wirkt die Liegenschaft von außen deutlich kleiner, als sie eigentlich ist. Da würden sich schon einige erschwingliche Wohneinheiten für junge Biedermannsdorfer:innen ausgehen. Mit gemütlichem Innenhof und eigenem Brunnen im wilden Garten ließe es sich hier definitiv gut leben…

Der urige Dachboden ist sehr großzügig und voller alter „Schätze“, was von mehreren Interessent:innen bemerkt wurde. Von uns auf die alten Einzelstücke und die Idee eines „Flohmarkts“ angesprochen reagierte der Bürgermeister zunächst ablehnend; nachdem sich jedoch mehrere Biedermannsdorfer:innen diesbezüglich an ihn wandten, ließ er sich immerhin zu einem „…vielleicht…“ hinreißen.

Auch das obligatorische „Nutzungskonzept“ brachten wir nochmals zur Sprache, und siehe da: auch „Wohnraum“ zählt als Nutzungskonzept. Laut Bürgermeister wäre die ganze Idee eines Nutzungskonzepts nur deshalb aufgekommen, weil der erste Kaufinteressent vorhätte, hier ein sehr exklusives Gastronomieprojekt umzusetzen. 

Ein solches Angebot – verfügbar nur auf Anfrage und in einer Preisklasse, die für den Großteil der Menschen in unserem Ort kaum leistbar wäre – mag für einzelne Gäste attraktiv sein. 

Doch welchen zentralen Nutzen hätte ein derart spezialisiertes Angebot für die breite Bevölkerung in Biedermannsdorf?

Und warum sollte die Gemeinde eine ihrer Liegenschaften dafür verkaufen, anstatt auf ein Projekt zu setzen, das einen klaren Mehrwert für viele Menschen schafft?

Der Bürgermeister zeigte sich von der Idee eines exklusiven Restaurants besonders angetan; er „wäre stolz“, so etwas im Ort zu haben. Auf die Rückfrage, dass ein solches Angebot für den/die durchschnittlichen Einwohner:in kaum erschwinglich wäre, meinte er nur, dass ihm das eh bewusst sei. Trotzdem wär´s „eine SUPER Sache“.

Nun ja…

Vor Ort trafen wir jedenfalls auf einige Biedermannsdorfer:innen, die das Grundstück zum Teil aus schlichter Neugier aber auch aus echtem Kaufinteresse heraus besichtigten. Wir sind gespannt, wie viele Konzepte ausgearbeitet werden und welches von ihnen am Ende das Rennen machen wird – der Bürgermeister scheint bereits einen klaren Favoriten zu haben.

Der Zustand der Bausubstanz ist übrigens – unserer laienhaften Einschätzung nach – katastrophal, was sich wohl vor allem auf Feuchtigkeitsprobleme und das Alter des Gemäuers zurückführen lässt. 

Die von der Gemeinde auferlegte Bedingung der „Erhaltung der Grundmauern“ können wir daher aus optischen und nostalgischen Gründen zwar durchaus nachvollziehen, im Sinne der Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit erscheint uns die Erhaltung des alten Gemäuers allerdings nicht sinnvoll. Und auch ein Neubau könnte sich ja an der Optik des alten Gemäuers orientieren.

Dienstag, 27. Januar 2026

Unklarheiten beim Verkauf des "Schwanzerhauses"


Mittlerweile dürfte wohl in jedem Haushalt der „Newsflash“ der Gemeinde bzgl. des Verkaufs des Schwanzerhauses (Ortsstraße 2) eingelangt sein.

Und möglicherweise ist auch Ihnen das ziemlich kleine Zeitfenster aufgefallen, das zwischen Zettelverteilung (aka* „öffentliche Ausschreibung“), Besichtigungstermin (aka „60-Minuten-an-einem-Arbeitstag-um-13-Uhr“) und Angebotsabgabe liegt.

Interessant ist auch, dass als Grund für die Veräußerung „… das Interesse seitens der Bürger…“ angeführt wird, obwohl es – laut Aussage des Bürgermeisters – ursprünglich lediglich EINEN Interessenten gegeben haben soll, der die Liegenschaft ja auch schon längst besichtigt hat…

Die äußerst kurzfristige Bekanntgabe des Verkaufs dürfte es anderen Biedermannsdorfer:innen wohl eher schwer machen, ein entsprechendes Nutzungskonzept auszuarbeiten und fristgerecht einzureichen.

Und darf ein solches Nutzungskonzept eigentlich auch lediglich den Wunsch nach einem Eigenheim beinhalten? Unklar.

Des Weiteren stellt sich für uns die Frage, wer am Ende entscheidet, welches Nutzungskonzept denn nun das beste sein soll – wird es ein unabhängiges Gremium geben, das die, im Sinne der Fairness und Chancengleichheit, hoffentlich anonymisierten Angebote bearbeitet und am Ende entscheidet?

Oder werden ÖVP und SPÖ als momentan stimmenstärkste Parteien bei einer Abstimmung im Gemeinderat einfach alle anderen überstimmen, wie sie es auch schon beim Beschluss zum Verkauf getan haben…?

Werden die Biedermannsdorfer:innen, ganz im Sinne der Transparenz, erfahren, welche Nutzungskonzepte vorgelegt wurden und wieso die Wahl schließlich auf das ein oder andere fiel? 

Und wird am Ende tatsächlich das beste Nutzungskonzept oder doch der Höchstbietende den Zuschlag für den Kauf bekommen…?

Wieder einmal Fragen über Fragen, die wir auf offiziellem Wege leider nicht vorab klären können - denn die nächste Gemeinderatssitzung ist erst für März anberaumt.

Dranbleiben werden wir trotzdem. Für Sie und UNSER Biedermannsdorf.


*also known as = "auch bekannt als"

Mittwoch, 21. Januar 2026

Freund oder Feind?


Unsere Gemeinde wurde vor einiger Zeit als „Igelfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet. 

So weit, so scheinheilig. 

Denn was sich in unserer Gemeinde alle Jahre wieder im Herbst und Winter abspielt, hat leider nicht sonderlich viel mit „Igelfreundlichkeit“ zu tun.

Da werden perfekt geeignete Überwinterungsplätze leergefegt - oder viel mehr GEBLASEN. Da werden im Laub versteckte Igelmütter quasi zerHÄCKSELT und ihre Igelkinder als Waisen hilflos zurückgelassen. Und zur Krönung werden nun auch noch mitten im Jänner, wo sich die Tiere bereits im tiefsten Winterschlaf befinden, urplötzlich die Hecken gestürmt und das Laub entfernt! (beobachtet am Parkplatz Schönbrunnerallee)

Dabei brauchen nicht nur Igel diese Überwinterungsmöglichkeiten so dringend zum Überleben – auch Kröten, Frösche und unzählige Insekten wie Schmetterlinge, Marienkäfer, Hummeln uvm. verbringen den Winter in, an oder unter gefallenem Laub, unter Reisig, in alten Stauden und Hecken. Nicht nur die nächste Insektengeneration geht so verloren – auch die Tiere, die von den Insekten leben, finden nichts zu fressen mehr.

Über die Ansehnlichkeit der Laubreste mag man streiten können, jedoch keinesfalls über den Nutzen für unsere Tier- und Pflanzenwelt. So sind braune Pflanzenreste aus dem Vorjahr beispielsweise das perfekte Ablenkfutter für Schnecken, die sich sonst im Frühjahr an den frischen Pflanzen sattfressen würden.

Es braucht hier endlich einen geregelten Ablauf für die Durchführung diverser „Pflegearbeiten“ auf Gemeindegrund. Mit festgelegten Ruhezeiten, in denen weder Laub oder alte Stauden entfernt noch Hecken oder Bäume geschnitten werden dürfen.

An einem solchen Plan arbeiten wir bereits und werden ihn bei nächster Gelegenheit im Gemeinderat vorstellen. 

Für unsere Tierwelt. Für Sie. Für unser Biedermannsdorf.

Dienstag, 20. Januar 2026

Fragen über Fragen


In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über den Verkauf der Liegenschaft Ortsstraße 2 diskutiert. Wobei, eine richtige Diskussion kam eigentlich nicht zustande, da ÖVP und SPÖ sich allem Anschein nach bereits darauf geeinigt hatten, zu verkaufen.

Das Überraschende dabei: die Liegenschaft soll nicht aus Budgetgründen und somit möglichst gewinnbringend verkauft werden, sondern eher: einfach so. Zum Ankaufspreis von 2021. Und laut Aussage unseres Herrn Bürgermeisters wurde das Objekt auch schon von einem Interessenten besichtigt.

Die Tatsache, dass besagter Grund direkt an ein Gemeindegrundstück grenzt und somit von enormem Wert für die zukünftige Ortsgestaltung wäre, scheint nicht zu interessieren – und dass solche Grundstücke nicht einfach so vom Himmel fallen, wohl auch nicht.

Denn anders lässt es sich kaum erklären, dass der Gegenantrag, diesen Plan zunächst im Bauausschuss begutachten bzw. den Wert des Grundstücks vorab schätzen zu lassen, von ÖVP und SPÖ sofort kommentarlos abgelehnt wurde.

Stattdessen wurde direkt im Anschluss der Beschluss zum Verkauf durchgewunken – ohne Zustimmung unsererseits. Wir bleiben ratlos zurück und fragen uns: Wieso?

WIESO soll das Grundstück, dessen Kauf ein – vermutlich EINMALIGER – Glücksfall für unsere Gemeinde war, jetzt so plötzlich wieder verkauft werden?

WIESO soll es keine Wertanpassung geben?

WIESO wird dieses Vorhaben nicht im Bauausschuss behandelt?

Und WIESO erkennen ÖVP/SPÖ nicht, was für ein Potenzial sie hier „verschenken“ wollen?

 

Wir sind gespannt und bleiben dran.

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Häusel Report 2025-12-10 . . . wohl der letzte

 

Ein Suchbild: wo werden Sie im Winter am Rodelhügel aufs Klo gehen können?

Wir kennen ja unsere Pappenheimer.

Schön war es; aber Anfang Dezember war das ÖKlo dann wieder weg. In der Gemeinderatssitzung vom 15. Oktober im Tagespuntk 3 "Allfälliges" war (auf unsere Nachfrage; wie es denn weiterginge) angekündigt worden, dass das ÖKlo in den Wintermonaten abgebaut und im Frühjahr wieder kommen würde.

Wir haben darauf hingewiesen, dass das Klo in den Wintermonaten genau so benützt wird (Details entnehmen sie bitte dem Link oben). Hildegard Kollmann meinte, dass sie sich das nochmal anschaut.

Scheint nix geholfen zu haben.
Man fragt sich, ob die Koalition im Winter nicht außer Haus geht. Oder nicht aufs Klo?
(Manche munkeln, dass sie die ÖKlos nur darum nicht mögen, weil die als "Grünes Projekt" wahrgenommen werden. So kindisch werden sie hoffentlich doch nicht sein. Besonders geliebt haben sie das Projekt aber in der Tat nie):

Wie dem auch sei. Wir werden in der Gemeinderatssitzung heute den unten stehenden Dringlichkeitsantrag einbringen.
Natürlich hoffen wir damit auch was drehen zu können. Oder auch nur ein fruchtbare Diskussion zu führen. Aber wahrscheinlicher ist, dass der Bürgermeister möglichst schnell darüber (und dagegen) abstimmen lassen wird.

Wir kennen ja unsere Pappenheimer.

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Vor dem Dringlichkeitsantrag noch schnell ein wenig Tatsachensubstrat:

  • Ein Monatsabrechnung war noch bei Anne-Marie gelandet und hatte die Kosten mit 254,20€/Monat ausgewiesen (übers ganze Jahr wären das 3050,40€. Im Vergleich: allein die Reinigungskosten des Friedhofsklos betragen rund 5000€ pro Jahr)
  • Die Koalition meinte in der Vergangen immer wieder (und etwas ungreifbar) es würde am ÖKlo immer so furchtbar aussehen. Das hat sich mit unseren punktuellen Lokalaugenscheinen nicht gedeckt. Darum haben wir hier im Blog unter dem Schlagwort "Häusel Report" immer wieder Bilder des Klos veröffentlicht. Machen Sie sich ihr eigenes Bild.
Ohne weitere Geplapper: der Dringlichkeitsantrag.



Donnerstag, 27. November 2025

Häusel Report 2025-11-27

 



Dokumentation von Daniela Firsching.
Man beachte: seit 24. November ist augenscheinlich schon mal gereinigt worden

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Sie fragen sich "Warum sehe ich ein Klo im Blog der Grünen?"
Nun, es Mitglieder des Gemeinderates die lancieren, dass das ÖKlo am Rodelhügel oft so verdreckt sei. Das hat sich nicht mit unseren punktuellen Beobachtungen gedeckt. Darum wollen wir das ein wenig strukturierter (und öffentlich) beobachten. Alle Beiträge sind zu finden unter dem Schlagwort Häusel-Report.

Montag, 24. November 2025

Häusel Report 2025-11-24

 


Sägespäne am Boden. Sonst keine besondere oder ungustige Verunreinigung.
Das Laub von 18. November ist offensichtlich zwischenzeitlich ausgeräumt worden.

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Sie fragen sich "Warum sehe ich ein Klo im Blog der Grünen?"
Nun, es Mitglieder des Gemeinderates die lancieren, dass das ÖKlo am Rodelhügel oft so verdreckt sei. Das hat sich nicht mit unseren punktuellen Beobachtungen gedeckt. Darum wollen wir das ein wenig strukturierter (und öffentlich) beobachten. Alle Beiträge sind zu finden unter dem Schlagwort Häusel-Report.