Dienstag, 13. April 2021

Die Macht von Strukturen


Wie weit ist unser Verhalten, unser Lebensstil, von den Strukturen unserer Gesellschaft abhängig? Von einer Gesellschaft, die auf Wettbewerb und besser-stärker-schneller sein ausgerichtet ist, spätestens ab dem Schuleintritt. Zum Beispiel einer Wirtschaft, die auf individuelle Gewinnmaximierung getrimmt ist und der Umweltkosten egal sind. Man könnte sagen: Es findet eine Anpassung der Menschen an diese Strukturen statt, ähnlich der evolutionären Anpassung an Umweltbedingungen.

Verhaltensänderungen auf breiterer Front werden nur durch Änderungen dieser Strukturen möglich sein: Durch ein Bildungs- statt ein Erziehungssystem; durch eine Steuerpolitik, bei der Ressourcenverbrauch, Fairness und Gemeinwohlorientierung belohnt und fehlende Nachhaltigkeit, Steuerflucht und Gemeinwohlschädigung massiv sanktioniert werden.

Und von wem werden diese Strukturen bestimmt? Man muss kein Freund von Frank Stronach sein, um ihm hier Recht zu geben: „Wer das Gold hat, macht die Regeln“.

Hier ein Facebook-Beitrag von Mag. Thomas Fraiß, der mich zu diesen Gedanken gebracht hat:

"Du darfst Dir billige Fetzen kaufen, weil es Dir scheissegal ist, dass sie von Kindern zu Billigstlöhnen hergestellt werden.
Du darfst Dir die Fussball WM in Katar reinziehen, weil es Dir scheissegal ist, dass dafür Sklaven ihr Leben lassen mussten.
Du darfst nach Ägypten auf Urlaub fahren, weil es Dir scheissegal ist, dass Du damit eine Diktatur unterstützt.
Du darfst Dir die Lunge aus dem Körper rauchen und Dir die Leber aus dem Körper saufen, weil es Dir scheissegal ist, dass Du damit der Allgemeinheit auf der Tasche liegst.
Du darfst Dir das billige Schweinsschnitzel reindreschen, weil es Dir scheissegal ist, wie die Tiere gehalten werden, und Du darfst Dir die Erdäpfel aus Australien kaufen, weil es Dir scheissegal ist, dass sie dafür um die halbe Welt geschippert worden sind.
Du darfst mit dem SUV in die Stadt fahren, weil es Dir scheissegal ist, dass Du damit das Klima gefährdest und Du darfst über die Flüchtlinge schimpfen, weil es Dir scheissegal ist, welche Schicksale dahinter stehen.
So unfrei bist Du in diesem diktatorisch geführten Land.
Freiheit ohne Verantwortung, das ist bei vielen das falsch verstandene Idealbild von Freiheit. Die eigene Freiheit auf Kosten anderer maximieren. Aber das ist nicht Freiheit, das ist Egoismus.
Und solange das Werkl rennt, macht sich darüber auch kaum jemand Gedanken. Aber wenn das Werkl einmal stockt, werden wir darüber reden müssen. Denn Freiheit ohne Verantwortung muss auf lange Sicht gesehen dazu führen, dass die Freiheit wieder verloren geht."

Donnerstag, 25. März 2021

Achau - Betriebsgebiet und Umfahrung - Biedermannsdorfer Resolution

An der Ortsgrenze zu Achau sind zwei Projekte in Planung, die eine massive Mehrbelastung Biedermannsdorfs durch LKW- und PKW Verkehr, teilweise durch unseren Ort, mit sich bringen werden. In der GR Sitzung vom 18.3. hat der Gemeinderat einstimmig eine Resolution gegen diese beiden Projekte in der derzeit geplanten Form beschlossen.

Firmenansiedlung Betriebsgebiet
Die Fa. Sochor plant, an unserer südöstlichen Gemeindegrenze ein Großlager zu errichten. Die baubehördliche Bewilligung steht kurz bevor. Wir müssen lt. den Informationen die der Gemeinde vorliegen, mit täglich bis zu 120 LKW Fahrten mehr rechnen, die an unserer Gemeinde vorbei fahren.

Achau hat in dem betreffenden Gebiet vor einigen Jahren zahlreiche Grundstücke als Betriebsgebiet gewidmet. Nun ist die rechtliche Situation in NÖ so, dass Kommunalsteuereinnahmen den bei weitem größten Teil der Finanzkraft von Gemeinden ausmachen. Eine Änderung dieser Situation auf Landesebene ist unserer Meinung nach längst überfällig, da Gemeinden dadurch im Prinzip genötigt sind, sich jede für sich, zwischen Erhalt von Naturraum und finanziellem Überleben zu entscheiden.
Prinzipiell kann sich Biedermannsdorf also nicht dagegen aussprechen, dass Nachbargemeinden unter diesen Bedingungen Betriebsgebiete etablieren, da wir selber Nutznießer von Steuereinnahmen durch zwei eigene Betriebsgebiete sind.

Für das geplante Projekt gibt es jedoch kein mit uns akkordiertes Verkehrskonzept und es ist zu erwarten, dass Biedermannsdorf massiv unter den zusätzlichen LKW Fahrten auf der B11 und in Folge auf der A2, leiden wird. Das können wir so nicht hinnehmen!

Geplante Ortsumfahrung Achau
Genauso verständlich wie die Ansiedlung von Betrieben ist der Wunsch Achaus, das Gemeindegebiet durch eine Ortsumfahrung zu entlasten. 1991 wurde die Ortsumfahrung Biedermannsdorf fertiggestellt. Achau hat sich damals gegen eine gemeinsam Planung entschieden. Seit einigen Jahren versucht nun Achau dieses Versäumnis wieder gut zu machen und startet regelmäßig, jeweils nach Gemeinderatswahlen, neue Versuche, eine Umfahrung zu errichten.

Die derzeit angedachte Trassenführung mit der Anbindung beim BILLA Kreisverkehr, würde zu einer massiven Belastung Biedermannsdorfs führen, da diese dazu verleitet, die LH 154 als Alternativroute bei Stau und als Abkürzung zu benutzen. Der zusätzliche Verkehr würde die B11 noch öfter lahmlegen als dies jetzt schon der Fall ist.

Resolution
In der Resolution an Landeshauptfrau Mikl-Leitner, LR Schlerizko sowie die BH Mödling fordert Biedermannsdorf unter anderem ein umfassendes Verkehrskonzept, das eine Mehrbelastung Biedermannsdorfs ausschließt. Die Resolution in voller Länge finden Sie hier.

Montag, 22. März 2021

Pflanzentauschmarkt 2021


Pflanzentauschmarkt 2021 am

Samstag, 8. Mai 2021, 9-13 Uhr, vor unserer Jubiläumshalle

Trotz Covid-19 wagen wir, heuer wieder unseren beliebten Pflanzentauschmarkt zu veranstalten. Selbstverständlich werden wir alle dann aktuell geltenden Verordnungen einhalten. Ein kurzes Video des Pflanzentauschmarkts von 2019 sehen Sie oben.

Gurke gegen Grünlilie, Kaktus gegen Kürbis: Überschüssige Garten- oder Zimmerpflanzen können getauscht oder eine kleine Spende erworben werden. Zusätzlich werden Pflanzen vom Klosterbauer zum Verkauf angeboten. Für Ihre Kinder wird es voraussichtlich ein Kinderprogramm geben.

Anmeldung ist nicht erforderlich. Mit allfälligen Rückfragen wenden Sie sich bitte an Anne-Marie Kern, 0664 2126 420

Radbörse 2021


Fahrradbörse und Rad Check-Up 2021 am

Samstag, 1. Mai 2021, 8:30 bis 14 Uhr, vor unserer Jubiläumshalle

Trotz Covid-19 wagen wir, heuer wieder unsere beliebte Radbörse zu veranstalten. Selbstverständlich werden wir alle dann aktuell geltenden Verordnungen einhalten. Ein kurzes Video der Radbörse von 2019 sehen Sie oben.

Fahrräder, Radanhänger, Scooter, Kinderfahrzeuge, Fahrradzubehör, das alles kann bei unserer Fahrradbörse verkauft, getauscht oder günstig erworben werden. Die Annahme startet um 8:30 Uhr. Wenn Sie ein Rad zum Verkauf anbieten, legen Sie den gewünschten Verkaufspreis fest. 10% des Verkaufspreises werden einbehalten und kommen einem Sozialprojekt zugute. Nicht verkaufte Räder oder die Verkaufserlöse können von 13-14 Uhr abgeholt werden.

Für Kinder wird es voraussichtlich einen Radparcours geben. Die Firma Bikefloh (Ing. Florian Göd) wird gegen eine kleine Spende an Ort und Stelle kleine Wartungsarbeiten und Einstellungen an Ihren Rädern durchführen.

Sonntag, 21. März 2021

Lossprinten! Jetzt.

Jetzt mit Investitionen lossprinten!

42 Milliarden Euro - so viel hat Österreich im Jahr 2020 auf dem Anleihenmarkt neu aufgenommen, nicht zuletzt, um die Kosten der Corona-Krise zu stemmen.

Wir sollten uns keine Sorgen um die Rückzahlbarkeit von Staatsschulden machen. Denn das derzeitige Zinsniveau führt dazu, dass die Anleihen Österreich allein im ersten Jahr 37 Millionen Euro Gewinn bringen. Aber wichtig ist, dass wir mit diesem Geld nicht nur alte Strukturen konservieren und irgendwie aus der Coronakrise herauskommen, sondern dass es in Zukunftsinvestitionen fließt. Dazu kommt, dass Staatsausgaben und -investitionen in Krisenzeiten besonders effektiv sind, weil sie höhere Multiplikatoreffekte anstoßen.

Zu tun gibt es jedenfalls genug: Wir müssen die Klimawende stemmen, öffentliche Gebäude besser wärmedämmen und mit Solarzellen bestücken, für das ganze Land neue Schienen und Züge bauen, unsere Kindergärten ausbauen, unsere Schulen vergrößern. Die Mittelverwendung müsste allerdings (anders als bei Vehikeln wie der Cofag) transparent erfolgen und der parlamentarischen Kontrolle unterliegen. 

https://www.wienerzeitung.at/leserservice/newsletter/newsroom-rss-opinion/2095532-Jetzt-mit-Investitionen-lossprinten.html 

Finstere Ecken?

Zwei Sachen gibt es mit den Grünen immer nur im Doppelpack: saubere Umwelt und saubere Politik. In der Regierung kooperieren die Grünen mit der ÖVP. Im Ibiza-U-Ausschuss wird trotzdem genau hingeschaut. Dort wird das politische System unter Türkis-Blau untersucht. Nina Tomaselli, Fraktionsführerin der Grünen im Ibiza-U-Ausschuss, sagt dazu im News- Interview (09/2021, Auszüge):

„Man wollte still und heimlich die Republik umbauen. Es hat ein System regiert, das vor allem den wohlhabenden Freundinnen und Freunden und Spenderinnen und Spendern gedient hat und weniger den Bedürfnissen der Bevölkerung.

Vor allem das Finanzministerium spielt eine wesentliche Rolle, etwa bei Privatisierungsplänen für das Bundesrechenzentrum - die "Operation Edelstein" - oder fragwürdigen Immobiliendeals. Man sieht auch, wie die ÖBAG (österreichische Beteiligungsagentur) aus der Kontrolle des Parlaments herausgeschält worden ist, wie der jetzige Chef bestellt wurde und wie dort Entscheidungen getroffen worden sind.

Ich habe die Ermittlerinnen und Ermittler der WKStA in ihrer Aktenarbeit und in ihren Aussagen vor dem Ausschuss als besonders standhafte Juristinnen und Juristen wahrgenommen, die sich in den Dienst der Republik stellen, um die Korruption in diesem Land auszumerzen. Ich finde es gut, dass die WKStA eben keinen Unterschied macht, wer der Beschuldigte ist - ob das ein einfacher Bürger oder ein Wirtschaftsboss ist oder eben ein Regierungsmitglied. Das ist die Aufgabe der Justiz. Wir müssen dieses Sittenbild, das bei Türkis-Blau geherrscht hat, diese Berührungspunkte zwischen Politik und den Wünschen der Freunde, Gönner und Spender auflösen.“ 

https://www.news.at/a/nina-tomaselli-interview-11928608

 

Verschobene Zeiten!

Unsere Jahreszeiten sind verschoben!
Der Kimawandel hat die Dauer der Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel deutlich verändert. Früher waren alle vier Jahreszeiten etwa gleich lang, heute ist der Sommer schon 17 Tage länger als noch 1950. Frühjahr, Herbst und Winter werden dagegen auf fast der gesamten Nordhalbkugel immer kürzer. Wenn das so weitergeht, könnte der Sommer im Jahr 2100 fast ein halbes Jahr dauern, der Winter könnte sich auf nur noch 31 Tage verkürzen. Das hätte erhebliche Folgen für Mensch, Natur und Wetter.

Der Klimawandel verändert neben den globalen Temperaturen auch die Lage der Klimazonen. In manchen Regionen verschieben und verkürzen sich die Regenzeiten, in anderen nehmen sommerliche Hitzephasen zu. Auch bei uns haben sich im Sommer Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzewellen seit den 1950er Jahren signifikant erhöht.
Fünf vor Zwölf für ernsthafte Schritte gegen den Klimawandel!

https://www.scinexx.de/news/geowissen/unsere-sommer-werden-laenger/