Donnerstag, 15. Oktober 2026

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 14. Oktober 2026

In Vertretung eines derzeit arbeitstechnisch gut ausgelasteten Axel müsst ihr leider wieder mit einem Simone Bericht von der Gemeinderatssitzung vorlieb nehmen. Ich bemühe mich, kurz, knackig, knisternd zu berichten.

Gut, besonders (uns) aufregende Themen gab‘s zugegebenermaßen gestern nicht, wird also eh eher ein kurzer Bericht werden. (Update von nach dem Schreiben: Er ist länger als erwartet.)
Aber gleich zu Beginn muss ich mich etwas aufregen über die neue Praxis des (Nicht)Protokollierens ...

Freitag, 2. Oktober 2026

Sparpotenzial beim Frauenschutz?


Gerade in einer Zeit, in der kaum eine Woche ohne Meldungen über Gewaltverbrechen an Frauen vergeht, sparen ÖVP und SPÖ beim Frauenhaus Mödling und lehnen eine ausreichende Förderung ab.

Gewalt gegen Frauen, wie wir als Gesellschaft damit umgehen und vor allem was wir dagegen tun können und müssen - diese Themen sind zusehends Teil der öffentlichen Diskussion. Und das ist gut so.

Gewalt an Frauen ist keine Privatsache, sondern ein strukturelles, ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.

Hilfe muss leicht erreichbar sein

Frauen, die Gewalt erleben, brauchen Anlaufstellen, die schnell, unkompliziert und möglichst niederschwellig erreichbar sind – für sich selbst und oft auch für ihre Kinder.

Deshalb ist es so wichtig, dass Hilfsangebote bekannt sind. So ist beispielsweise die Frauen-Helpline unter 0800 222 555 rund um die Uhr kostenlos, anonym und vertraulich erreichbar. Bei Bedarf vermittelt sie Betroffene an regionale Frauenschutzeinrichtungen weiter - Frauenhäuser sind ein wesentlicher Teil dieses Sicherheitsnetzes.

Und genau deshalb hat uns die Diskussion und die anschließende Abstimmung in der letzten Gemeinderatssitzung besonders geärgert.

Sind 1.250 Euro zu viel?

Das Frauenhaus Mödling hat heuer um eine Förderung von 0,40 Euro pro Einwohner:in angesucht. Das wären für Biedermannsdorf rund 1.250 Euro.

Zum Vergleich: 2024 hat die Gemeinde das Frauenhaus mit 825 Euro gefördert, 2025 waren es 627,40 Euro beziehungsweise 0,20 Euro pro Einwohner:in.

Heuer wollten ÖVP und SPÖ die beantragte Erhöhung nicht mittragen - beschlossen wurde nur rund die Hälfte.

Es geht also um einen zusätzlichen Betrag von ungefähr 625 Euro.

Als Begründung wurde unter anderem angeführt, dass der Fördertopf der Gemeinde bereits weitgehend ausgeschöpft sei. Unserer Gemeinde wäre es außerdem „…nicht möglich, Kürzungen des Landes in diesem Bereich finanziell abzufangen…“

Was im Klartext wohl heißen soll, dass es sich bei der Fördersumme ohnehin nur um einen sogenannten „Tropfen auf den heißen Stein“ handeln würde…

In Anbetracht der aktuellen Lage - man denke nur an den kürzlich bekannt gewordenen Fall aus Oberösterreich oder die "Cornell Seven" in den U.S.A. - mag das wohl zutreffen. 

Und dennoch bedeutet ein angemessener Förderbeitrag mehr, als nur finanzielle Unterstützung. Er ist vielmehr ein Zeichen. Ein Bekenntnis. Eine Anerkennung der gesellschaftlichen Problematik und eine unglaublich wichtige Botschaft: Wir sehen das Problem. Wir wollen helfen. WIR SIND DA.

Ein Fördertopf ist keine Naturkonstante

Natürlich ist auch das Gemeindebudget nicht unbegrenzt. Aber wie hoch einzelne Budgetposten sind, ist eine politische Entscheidung.

Der Fördertopf wird seit Jahren mit 40.000,- budgetiert, obwohl ebenfalls seit Jahren klar ist, dass die Förderansuchen diesen Betrag für gewöhnlich übersteigen.

Wir haben deshalb wiederholt vorgeschlagen, den Betrag zu erhöhen. Denn bei den Ansuchen der vergangenen Jahre handelte es sich größtenteils um gesellschaftlich sinnvolle und unterstützenswerte Projekte und Einrichtungen.

ÖVP und SPÖ haben unseren Vorschlag bisher mit dem Argument abgelehnt, dass der Fördertopf bei Bedarf ohnehin erhöht werden könne.

Sie erkennen die Krux?

Lassen Sie uns noch die Größenordnung veranschaulichen: 

Biedermannsdorf ist eine finanzstarke Gemeinde. Das Gemeindebudget bewegt sich lt. Voranschlag 2026 in einer Größenordnung von rund 15,5 Millionen Euro. 2024 gab es einen Überschuss von rund 1,2 Millionen.

Vor diesem Hintergrund ist es für uns schwer nachvollziehbar, ausgerechnet beim Frauenhaus wegen zusätzlicher 625,- Euro zu sparen.

Und deshalb werden wir auch weiterhin dafür eintreten, dass Einrichtungen wie das Frauenhaus Mödling von unserer Gemeinde angemessen unterstützt werden.

Frauen-Helpline gegen Gewalt: 0800 222 555 – kostenlos, anonym, vertraulich und rund um die Uhr erreichbar.

Sanierung der Volksschule - eine Schule für die Zukunft


Es ist erfreulich, dass das Projekt Sanierung und Erweiterung unserer Volksschule langsam Form annimmt. Die Komission, die für die Vergabe des Planungs- und Ausführungsauftrags verantwortlich ist, hat am 30. September die eingereichten Projektentwürfe beurteilt und gereiht. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Gemeinderat Ende des Jahres den Planungsauftrag beschließen. Geplante Fertigstellung der Schule ist 2028.

Wer mehr zum Ablauf des Verfahrens wissen möchte, findet in der aktuellen Gemeindezeitung auf Seite 6 eine ausführliche Zusammenfassung von Baureferent GR Wolfgang Steindl zu den bisherigen und den nächsten Schritten.

Für uns war unabhängig vom konkreten Ergebnis vor allem entscheidend: Welche Kriterien muss das ausgewählte Projekt erfüllen, damit am Ende eine wirklich zukunftsfitte Schule dabei rauskommt?
Eine Schule für die nächsten Jahrzehnte.

Wir müssen heute schon berücksichtigen, unter welchen Bedingungen Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen künftig wahrscheinlich lernen und arbeiten werden.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Klimafitter Grünraum – Anspruch und Wirklichkeit


Einigermaßen überrascht war ich ehrlich gesagt über einen Absatz im Beitrag von Vizebürgermeister Spazierer in der aktuellen Gemeindezeitung. Er schreibt vom Ziel eines „ökologisch nachhaltigen und klimafitten öffentlichen Grünraums“, von neuen Bäumen und Sträuchern und von weiteren Trinkbrunnen.

Immer wieder haben wir in den letzten 10 Jahren angeregt, den Grünraum nachhaltiger zu pflegen und Trinkbrunnen stehen fast ebenso lange auf unserer Forderungsliste. Nur bisher hatte sich Vizebürgermeister Spazierer nie als großer Unterstützer dieser Anliegen hervorgetan. Aber man kann ja klüger werden.

Was ist überhaupt ein nachhaltiger und klimafitter öffentlicher Grünraum? Dazu haben wir einiges zu sagen.

Der aktuelle Infobrief ist online

Gemeindevision ohne Jugend? Die Zukunft Biedermannsdorfs


Die Gemeinde erarbeitet derzeit gemeinsam mit der Bevölkerung eine Gemeindevision für Biedermannsdorf. Äußerst kompetent begleitet werden wir dabei von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung und deren beiden Betreuer:innen, Fr. Brandstetter und Hrn. Grill.

Ausgangspunkt war zu Beginn die Frage nach der zukünftigen Nutzung des Rohrhofs. Inzwischen geht es um mehr, nämlich um die gesamte Gemeinde. Und für uns ist eine Frage wesentlich: Wer wird am längsten mit den Entscheidungen leben, die wir mit der Gemeindevision festlegen? Unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Donnerstag, 17. September 2026

Bericht vom Bürgermeisterabend vom 17. September 2026

 

Bitte entschuldigen Sie die schlechte Qualität. Bilder machen ist nicht so meins...

 Irgendwann in seiner Amtszeit hat BGM Wimmer den Tagesordnungspunkt "Bericht des Bürgermeisters" in den Gemeinderatssitzungen abgeschafft. Stattdessen gibt es jetzt immer am Folgeabend den "Bürgermeisterabend". Wohl publikumswirksamer.


Heute habe ich es zum ersten mal dort hin geschafft.

In der Aula hatten sich ca 25 Zuhörende eingefunden. Die anwesenden Gemeinderäte haben den Altersschnitt deutlich nach unten gedrückt.

Der folgende Text gibt im Regelfall das Gesagte des BGM wieder und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. Kommentare und Anmerkungen werden als solche klar erkennbar verfasst.

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 16. September 2026

     

Renaissance Couples von Thomas Stuart Smith (© wikimedia)

Wurde seit der initialen Veröffentlichung um am 17.9.2025 um 3:02 mehrmals editiert: primär Rechtschreibkorrekturen und Umformolierungen.  Inhaltliche Updates werden im jeweiligen Abschnitt als solche erkennbar ausgeführt.

 So. Das war mal wieder eine Gemeinderatssitzung. Nicht zwingend die spektakulärste.

Aber zuerst erlauben Sie mir einen Gedanken mit Ihnen zu teilen der mich diesen Sommer am Badeteich ins Narrenkasterl schauend ereilte:

Es gibt keine unbefangene kommunale Politikberichterstattung.

Mittwoch, 16. September 2026

Tagesordnung des Gemeinderats am 16. September 2026

 

Aus dem Portraitbuch der Ratsherren zu Augsburg (©wikimedia)

Also. Ich kein großer Fan der Sommerpause des Gemeinderates. Als ob es in der heißen Zeit nix zu beschließen gäbe. Aber wenn ich mit aller Gewalt was Positives finden wollen würde, würde ich sagen "Die September Sitzung fühlt sich wie ein Neuanfang an".

Zum Beispiel beim Blog. Den könnte ich nämlich zB wieder mehr mit Leben füllen. Hab ich in der Vergangenheit schon mal gesagt (und mein Buchmacher sagt, dass ich darum recht abenteuerliche Quoten habe). Aber egal. Jetzt sag ich's wieder.

Gehen wir's an und schauen wir was auf der Tagesordnung des Gemeinderates steht.

1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Eröffnung

Tja. Schauen wir. Wie immer gilt: wenn es Änderungen in der Tagesordnung gibt, dann gibt es sie hier.

2. Genehmigung des Sitzungsprotokolls der Gemeinderatssitzung vom 1.7.2025

Vielleicht zahlt es sich aus, hier kurz etwas zu erläutern.

Wir haben schon mehrmals gesagt, was für ein demokratiepolitischer Schaden es ist, dass Bürgermeister Hans Wimmer beschlossen hat, das Protokoll nur noch als Abstimmungsprotokoll auszuführen und keine Wortmeldungen mehr zu protokollieren. Die Gründe für Entscheidungen sind damit kaum noch nachzuvollziehen.

Jetzt gibt es Strategien dem entgegenzuwirken. Wir zB berichten in diesem Blog unsere Sicht der Dinge.

Kerstin Haas-Maierhofer von Blub hat eine andere Strategie: Sie fordert in diesem Tagesordnungspunkt eine Wortmeldung von ihr möge dem Protokoll hinzugefügt werden. Diese Forderung wird von ÖVP/SPÖ erwartungsgemäß abgelehnt. ABER ihr Antrag (inklusive gefordertem Wortlaut) muss diesem Protokoll hinzugefügt werden.

Könnte man denken "Toll! Damit hat sie ja die Änderung die sie will erschlichen".

Naja.

Der Änderungswunsch zur LETZTEN Sitzung befindet sich dann im Protokoll DIESER Sitzung. Wenn jemand die Protokolle wegen was bestimmten durchliest, wird die Person kaum noch das Folgeprotokoll konsultieren.

Und der Wortlaut ist als abgelehnte Änderung protokolliert. Das kann wegen komischer Prinzipen sein wie hier. Kann aber auch fachlich begründet sein. Wenn ich zB eingetragen haben möchte, ich hätte den gemeinderat mit einer Darbietung von "La donna è mobile" zu Tränen gerührt wird der Antrag schon mal darum abgelehnt werden, weil er einfach nicht stimmt. Aus dem Protokoll geht dann auch hier das "Warum?" nicht hervor.

Alles in allem also meiner bescheidenen Meinung nach keine sehr nützliche Taktik (ich bleib beim Blog). Aber wenn noch was kommt (zum jetzigen Zeitpunkt liegt nix vor) werden trotzdem dafür stimmen. Aus Prinzip.

3. Allfälliges

Ich kann ihnen verraten, dass das unter Umständen der längste Tagesordnungspunkt werden wird. Wir haben einen bunten Blumenstrauß an Anfragen und Vorschlägen zusammen gestellt. Bei ein paar geht es zB um den sicheren Schulweg im Bereich der HLW und bei anderen . . . ach ich will nicht vorgreifen ;). Wir berichten dann morgen hier.

Wo sinnvoll und nötig werden wir die Gemeinderäte die wir befragen werden auch vorwarnen. Hat sich bewährt.

4. Grundsatzbeschluss Darlehnsaufnahme für das Kleinwasserkraftwerk

Gutes Projekt. Jetzt geht es dann langsam ans Geld.

Das Projekt ist unseres Wissen mit rund einer Million veranschlagt. Bei dem Darlehen wird es um 400.000€ gehen.

5. Anschaffung Multicar Bauhof

Eines der Arbeitspferde des Bauhofes soll (nach scheinbar 10 Jahren) ausgetauscht werden. Weil sich die Reparaturkosten scheinbar langsam summieren. Da wir schon viele Aufbauten für das Fahrzeug besitzen soll ein gleichartiges angeschafft werden. Macht Sinn.

Fragen die uns interessieren sind zB ob es das auch als Elektro gibt (auch wenn es da bei Bauhofgefährten auch gute Gegenargumente gibt) und ob das im Budget veranschlagt war.

Kostenpunkt sind knapp 140.000€. Das Fahrzeug soll geleast werden.

6. Aufwandsentschädigung Architekturwettbewerb Volksschule

Weiterer Schritt zur neuen Volksschule. Alle Architekturbüros die an einer bestimmten Stufe des Verfahrens teilnehmen (dürfen) erhalten eine Aufwandsentschädigung von 5000€.

7. Kaufvertrag Ortsstraße 2

Gefühlt beschließen wir den Verkauf des Schwanzerhauses schon zum fünften mal.

Keine Unterlagen. Angeblich bekommen wir die noch. Je schlechter wir uns vorbereiten können, desto langwieriger werden wir nachfragen müssen. Ist dann halt so.

8. Verlängerung Öklo

Auch hier bisher keine Unterlagen.

Wir gehen davon aus, dass der Vertrag diesmal inklusive der Wintermonate abgeschlossen wird. Das wurde uns in Aussicht gestellt wenn alles gut funktioniert. Und wir haben nix gegenteiliges gehört.

9. Vereinbarung Aufschließungleistungen-ECO Plus

Offen gesagt: der Vertrag in den Unterlagen ist nicht ewig lang. Aber sehr dicht gepackt. Ich habe ihn überflogen. Aber was wir hier genau beschließen werden, muss ich mir bei der Sitzung aufschlüsseln lassen.

10. Mietanpassung Kunst 4 Perlashof

Die Miete des Hundesalons soll um 100€ erhöht werden und dann knapp 350€ betragen. Warum nur bei diesem Objekt angepasst wird und warum um so viel geht aus den Unterlagen nicht hervor. Werden wir aber erfragen.

11. Subventionen und Mitgliedsbeiträge

Hier stehen folgende Beträge zur Debatte:

  •  Bergrettungsdienst: 500€ übliche Subvention. 2.500€ wegen kostspieligen Bauarbeiten an ihrer Zentrale
  •  Verein Chronisch Kranke: 100-500€
  •  Frauenhaus: 0,40cent pro Einwohner
  •  KOBV Mödling: 400€
  •  soogut Sozialmarkt: 176,40€
  •  Zivilschutzverband: 664,23€

12. Personelles - nicht öffentlicher Teil

Da wissen wir so viel wie Sie.


Montag, 11. Mai 2026

Halt ein bisserl lästig

 

Der Stein des Anstoßes

Es ist natürlich so: wenn man was selber hingestellt hat, schaut man ein bisserl genauer drauf und findet gegebenenfalls auch schärfere Worte. Ich hoffe es wird mir verziehen.

Also. Es is nix Schlimmes oder Aufregendes passiert. Nur halt das jemand ein schirches großes Pickerl auf eine der Regenbogenbänke geklebt hat.

Ich meine es war im Sommer 2024, dass wir in einer schnellen Aktion (der GR hatte gerade einen Regenbogen-Zebrastreifen abgelehnt) zwei Bänke mit Regenbogenmuster angemalt und der Allgemeinheit gespendet haben.

Eine Schmierage gab es im Dezember 2024. Und jetzt halt das. Zwei Vorfälle in knapp 2 Jahren. Nicht so schlimm wie ich befürchtet habe. Aber ich ärgere mich halt trotzdem ;)

Ich habe es schon mal ein wenig probiert aber Abkratzen ging nicht so richtig. (Bin aber auch im Grunde krank und wollte nur flott zurück ins Bett). Ich werde mir das am langen Wochenende mal ansehen. Falls ich hier aggressiver arbeiten muss, sollte ich noch einen passenden Farbtigel daheim haben um Kratzer auszubessern. Aber auf alle Fälle wird das nicht so bleiben.

Kurz 3 Punkte an die anbringende Person:

  • Wenn Sie Ihre Botschaft unters Volk bringen wollen, wäre es vielleicht besser gewesen, das Pickerl nicht um 90° verdreht anzubringen.
  • Ich für meinen Teil stand den Thesen die Sie vertreten bisher mit einem belustigten Schmunzeln gegenüber. Jetzt bin ich verärgert und bezeichne diese Ideen die Art von faktenfremden Blödsinn, die per se nicht gefährlich sind aber denen man entschieden entgegentreten muss.
    Das ist jetzt eine sehr kleine Stichprobe. Aber aus meiner Sicht haben sie die Welt zu Ihren Ungunsten verändert.
  • Wie schon bei der vorherigen Schmierage: das erste mal repariere ich das mit einem Lächeln. Das zweite mal mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Dienstag, 31. März 2026

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 11. März 2026

Portrait der Schwestern der Malerin beim Schachspielen von Sofonisba Anguissola (© Wikimedia)


Da ist er, der Bericht der letzten Gemeinderatssitzung.
Ja. Der Zeitplan mit "gleich am Morgen nach der Sitzung veröffentlichen" ist leider spektakulär gescheitert. Einige haben sehr nett nachgefragt, andere wiederum haben ... naja ... anders nachgefragt. Aber jetzt ist es geschafft.
Abwesend waren GR Hildegard Kollmann und Vizebürgermeister Spazierer. Letzterer hat sich beim Skifahren Knochbrüche zugezogen. Wir wünschen gute Besserung.
Ohne weitere Zeit zu vergeuden:

Mittwoch, 11. März 2026

Wohnungsvergabe in Biedermannsdorf – eine (un-)faire Sache?

Und eine leidige Sache, die sich wie ein Kaugummi am heißen Asphalt dahinzieht.

Wir Grünen drängen seit vielen Jahren, die Richtlinien, nach denen die Gemeinde leistbare Wohnungen vergibt, endlich zu überarbeiten und die Vergabe dieser Wohnungen transparent und damit hoffentlich fairer zu gestalten.

Erstmals haben wir vor über 8 Jahren Anträge dazu eingebracht, dass faire und vor allem transparente Richtlinien für die Vergabe erarbeitet werden sollen. Lange wurden diese Anträge abgelehnt. Vor 6 Jahren wurde dann ein Antrag zumindest angenommen. Die Erarbeitung neuer Richtlinien für einen kleinen Teil der Wohnungen dauerte dann aber immer noch 5 (!!) Jahre. Auf die Richtlinien für den Großteil der Wohnungen warten wir noch immer.

Aber von vorne:

Donnerstag, 5. März 2026

Tagesordnung des Gemeinderats am 11 März 2026

aus dem Portraitbuch der Ratsherren Regensburg (©wikimedia)

 

Die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 11. März ist da!

Zum jetzigen Zeitpunkt besteht dieser Artikel nur aus den Tagesordnungspunkten und einigen wenigen Stichworten. Kommentierungen werden insbesondere nach unserer Tour-de-Spielplatz am Freitag dem 6. März und unserer Fraktionssitzung am Abend des Montags 9. März nachgereicht. Es zahlt sich also aus, nochmal vorbei zu schauen.

Am Morgen des 12. März (also einen Tag nach der Sitzung) werden sie den Bericht auch hier im Blog lesen können (Link geht bis dahin noch ins Leere).


1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Eröffnung


2. Genehmigung des Sitzungsprotokolls der Gemeinderatssitzungen vom 10.12.2025

Da die Protokolle sowieso nur noch sehr nackig sind, gab es auch nix zu beanstanden.

3. Allfälliges

Wir werden die Gelegenheit nutzen, Fragen zum Stand einiger Versprechungen der Vergangenheit zu stellen. Welche Punkte das sind, werden wir hier veröffentlichen und auch den betreffenden Gemeinderäten vorab mitteilen.

NACHTRAG
Konkret werden wir befragen:
  • Hildegard Kollman zum Stand der Bevölkerungsentwicklungsanalyse die laaaaaaaange Anregung der Grünen ist um am 10. 7. 2024 dem Generationenausschuss zugewiesen wurde. Gerade in Hinblick auf den Volksschulausbau wäre es unserer Meinung nach wichtig zu wissen, wohin sich Biedermannsdorf entwickelt.
  • Harald Meixner zum Stand einer Bürgerpräsentation des Verkehrskonzeptes für Schulweg und Krautgärten. Das Thema begleitet uns auch schon lange. Eine Präsentation wurde von GGR Meixner für Ende des Sommers 2024 angekündigt.
  • Bürgermeister zum Bürgerradar. Das verschwand vor ca 5 Jahren und die Neuauflage wurde immer wieder mit "ist schon praktisch quasi fertig" angekündigt.

4. Bericht der Prüfungsausschussobfrau


5. Rechnungsabschluss 2025


6. Grundstücksvergabe Ortsstraße 2

Es handelt sich um das "Schwanzerhaus". Wir waren von Anfang an gegen den Verkauf ohne eine sorgfältige Prüfung der Verwertungsmöglichkeiten (auch der eigenen) in einem Ausschuss. Jetzt sind wir gespannt welchem der eingereichten Projekte die Koalition ihren Vorzug gibt.

7. Darlehnsaufnahme für Grundstücke 183, 179/1, 1224

In diesem und den drei folgenden Punkten geht es um den Rohrhof. Wir haben einer Kreditaufnahme in einem Grundsatzbeschluss am 15. Okotber 2025 zugestimmt.
Angesichts der engen Budget-Situation wie sie uns in Bezug auf den Volksschul Ausbau dargelegt wird, wäre es vielleicht schlau gewesen, diesen Kauf nochmal genau abzuklopfen.

8. Kaufvertrag Grundstück 183


9. Kaufvertrag Grundstück 179/1


10. Kaufvertrag Grundstück 1224


11. ÖBB-Bahngrundbenützungsvertrag für Kleinwasserkraftwerk

Auf der Grundsücks-Ebene scheint beim Kleinwasserkraftwerk etwas weiterzugehen. Ich persönlich glaube aber nicht, dass wir da bald etwas Konkretes sehen (zu viele andere große Projekte).

12. Mietung Öklo

Scheinbar sollen wieder Öklos angemietet werden. Ich rate mal ab April. Zahlt sich aus, bisserl lästig zu sein.

Jetzt müssen wir dem Bürgermeister nur noch begreiflich machen, dass Leute von Dezember bis März auch aufs Klo müssen. Das schaffen wir schon noch ;)

13. Gebührenanpassung Badeteich, Klosterbad, Jugendtreff und Perlashof

Aus den Unterlagen scheint sich hier eine attraktive Option für Familien herauszukristallisieren. Wir werden sehen

14. Subventionen und Mitgliedsbeiträge


15. Personelles – nicht öffentlicher Teil



Dienstag, 3. Februar 2026

Das Schwanzerhaus - wir waren drin!


Am vergangenen Freitag fand die Besichtigung des Schwanzerhauses in der Ortsstraße 2 statt. Auch wir waren selbstverständlich vor Ort, um uns ein noch besseres Bild von der Liegenschaft – vor allem in Bezug auf Größe und Zustand - zu machen.

Dienstag, 27. Januar 2026

Unklarheiten beim Verkauf des "Schwanzerhauses"


Mittlerweile dürfte wohl in jedem Haushalt der „Newsflash“ der Gemeinde bzgl. des Verkaufs des Schwanzerhauses (Ortsstraße 2) eingelangt sein.

Und möglicherweise ist auch Ihnen das ziemlich kleine Zeitfenster aufgefallen, das zwischen Zettelverteilung (aka* „öffentliche Ausschreibung“), Besichtigungstermin (aka „60-Minuten-an-einem-Arbeitstag-um-13-Uhr“) und Angebotsabgabe liegt.

Interessant ist auch, dass als Grund für die Veräußerung „… das Interesse seitens der Bürger…“ angeführt wird, obwohl es – laut Aussage des Bürgermeisters – ursprünglich lediglich EINEN Interessenten gegeben haben soll, der die Liegenschaft ja auch schon längst besichtigt hat…

Die äußerst kurzfristige Bekanntgabe des Verkaufs dürfte es anderen Biedermannsdorfer:innen wohl eher schwer machen, ein entsprechendes Nutzungskonzept auszuarbeiten und fristgerecht einzureichen.

Und darf ein solches Nutzungskonzept eigentlich auch lediglich den Wunsch nach einem Eigenheim beinhalten? Unklar.

Des Weiteren stellt sich für uns die Frage, wer am Ende entscheidet, welches Nutzungskonzept denn nun das beste sein soll – wird es ein unabhängiges Gremium geben, das die, im Sinne der Fairness und Chancengleichheit, hoffentlich anonymisierten Angebote bearbeitet und am Ende entscheidet?

Oder werden ÖVP und SPÖ als momentan stimmenstärkste Parteien bei einer Abstimmung im Gemeinderat einfach alle anderen überstimmen, wie sie es auch schon beim Beschluss zum Verkauf getan haben…?

Werden die Biedermannsdorfer:innen, ganz im Sinne der Transparenz, erfahren, welche Nutzungskonzepte vorgelegt wurden und wieso die Wahl schließlich auf das ein oder andere fiel? 

Und wird am Ende tatsächlich das beste Nutzungskonzept oder doch der Höchstbietende den Zuschlag für den Kauf bekommen…?

Wieder einmal Fragen über Fragen, die wir auf offiziellem Wege leider nicht vorab klären können - denn die nächste Gemeinderatssitzung ist erst für März anberaumt.

Dranbleiben werden wir trotzdem. Für Sie und UNSER Biedermannsdorf.


*also known as = "auch bekannt als"

Mittwoch, 21. Januar 2026

Freund oder Feind?


Unsere Gemeinde wurde vor einiger Zeit als „Igelfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet. 

So weit, so scheinheilig. 

Denn was sich in unserer Gemeinde alle Jahre wieder im Herbst und Winter abspielt, hat leider nicht sonderlich viel mit „Igelfreundlichkeit“ zu tun.

Da werden perfekt geeignete Überwinterungsplätze leergefegt - oder viel mehr GEBLASEN. Da werden im Laub versteckte Igelmütter quasi zerHÄCKSELT und ihre Igelkinder als Waisen hilflos zurückgelassen. Und zur Krönung werden nun auch noch mitten im Jänner, wo sich die Tiere bereits im tiefsten Winterschlaf befinden, urplötzlich die Hecken gestürmt und das Laub entfernt! (beobachtet am Parkplatz Schönbrunnerallee)

Dabei brauchen nicht nur Igel diese Überwinterungsmöglichkeiten so dringend zum Überleben – auch Kröten, Frösche und unzählige Insekten wie Schmetterlinge, Marienkäfer, Hummeln uvm. verbringen den Winter in, an oder unter gefallenem Laub, unter Reisig, in alten Stauden und Hecken. Nicht nur die nächste Insektengeneration geht so verloren – auch die Tiere, die von den Insekten leben, finden nichts zu fressen mehr.

Über die Ansehnlichkeit der Laubreste mag man streiten können, jedoch keinesfalls über den Nutzen für unsere Tier- und Pflanzenwelt. So sind braune Pflanzenreste aus dem Vorjahr beispielsweise das perfekte Ablenkfutter für Schnecken, die sich sonst im Frühjahr an den frischen Pflanzen sattfressen würden.

Es braucht hier endlich einen geregelten Ablauf für die Durchführung diverser „Pflegearbeiten“ auf Gemeindegrund. Mit festgelegten Ruhezeiten, in denen weder Laub oder alte Stauden entfernt noch Hecken oder Bäume geschnitten werden dürfen.

An einem solchen Plan arbeiten wir bereits und werden ihn bei nächster Gelegenheit im Gemeinderat vorstellen. 

Für unsere Tierwelt. Für Sie. Für unser Biedermannsdorf.

Dienstag, 20. Januar 2026

Fragen über Fragen


In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über den Verkauf der Liegenschaft Ortsstraße 2 diskutiert. Wobei, eine richtige Diskussion kam eigentlich nicht zustande, da ÖVP und SPÖ sich allem Anschein nach bereits darauf geeinigt hatten, zu verkaufen.

Das Überraschende dabei: die Liegenschaft soll nicht aus Budgetgründen und somit möglichst gewinnbringend verkauft werden, sondern eher: einfach so. Zum Ankaufspreis von 2021*. Und laut Aussage unseres Herrn Bürgermeisters wurde das Objekt auch schon von einem Interessenten besichtigt.

Die Tatsache, dass besagter Grund direkt an ein Gemeindegrundstück grenzt und somit von enormem Wert für die zukünftige Ortsgestaltung wäre, scheint nicht zu interessieren – und dass solche Grundstücke nicht einfach so vom Himmel fallen, wohl auch nicht.

Denn anders lässt es sich kaum erklären, dass der Gegenantrag, diesen Plan zunächst im Bauausschuss begutachten bzw. den Wert des Grundstücks vorab schätzen zu lassen, von ÖVP und SPÖ sofort kommentarlos abgelehnt wurde.

Stattdessen wurde direkt im Anschluss der Beschluss zum Verkauf durchgewunken – ohne Zustimmung unsererseits. Wir bleiben ratlos zurück und fragen uns: Wieso?

WIESO soll das Grundstück, dessen Kauf ein – vermutlich EINMALIGER – Glücksfall für unsere Gemeinde war, jetzt so plötzlich wieder verkauft werden?

WIESO soll es keine Wertanpassung geben?

WIESO wird dieses Vorhaben nicht im Bauausschuss behandelt?

Und WIESO erkennen ÖVP/SPÖ nicht, was für ein Potenzial sie hier „verschenken“ wollen?

 

Wir sind gespannt und bleiben dran.

*Die Liegenschaft wurde Ende 2021 von der Gemeinde gakauft – GR Beschluss über den Ankauf in der a.o. GR Sitzung 18.11.2021