Donnerstag, 17. September 2026

Bericht vom Bürgermeisterabend vom 17. September 2026

 

Bitte entschuldigen Sie die schlechte Qualität. Bilder machen ist nicht so meins...

 Irgendwann in seiner Amtszeit hat BGM Wimmer den Tagesordnungspunkt "Bericht des Bürgermeisters" in den Gemeinderatssitzungen abgeschafft. Stattdessen gibt es jetzt immer am Folgeabend den "Bürgermeisterabend". Wohl publikumswirksamer.


Heute habe ich es zum ersten mal dort hin geschafft.

In der Aula hatten sich ca 25 Zuhörende eingefunden. Die anwesenden Gemeinderäte haben den Altersschnitt deutlich nach unten gedrückt.

Der folgende Text gibt im Regelfall das Gesagte des BGM wieder und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. Kommentare und Anmerkungen werden als solche klar erkennbar verfasst.

Volksschule

Ich bin etwas später gekommen. Der BGM trug über die Verfasstheit der Schule vor und wiederholte den groben Plan für den Umbau.

Badeteich

Das Seegras war im August abgemäht worden.

Es hatte dieses Jahr viele Beschwerden gegeben. Der 3jährige Vertrag der Pächterin läuft dieses Jahr aus und wird nicht verlängert werden. Eine Ausschreibung wird in der kommenden Gemeindezeitung veröffentlicht. Zwei Interessenten haben sich schon gemeldet.

Das die Wirtschaftlichkeit ein Thema ist (bei schlechtem Wetter geht gar nix) wurde mit dem Publikum diskutiert.
Ich trug einen alten Vorschlag vor, dem Teichbuffet an der Rückseite ein großes Fenster/Durchreiche zu verpassen. Von dort aus könnte die Person im Buffet ein wenig ein Auge auf das Tor haben. Das würde schon reichen, denn die theoretische Möglichkeit beobachtet zu werden, sollte reichen großflächigen Missbrauch zu unterbinden (Radarfallen funktionieren genauso). Die Person im Container könnte eingespart werden und ein Teil dieses Geldes dem Betreiber gezahlt werden. Das Buffet müsste dafür zu gewissen Zeiten garantiert offen haben (weil ja auch die Aufsichtspflichten erfüllt werden würden). Davon würden wiederum die Biedermannsdorferinnen profitieren, die sich einfach darauf verlassen könnten immer was zu Essen zu bekommen.
Ich schweife ab. Am besten mache ich einen eigenen Blog Eintrag dazu.

ÖKlo

Der BGM berichtet über das ÖKlo (oder wie er sagt: "ÖkoKlo"), dass es gut angenommen wird und jetzt über die Wintermonate hinweg aufgestellt bleibt.
Jubel Trubel Heiterkeit.

Kleinwasserkraftwerk


Baubeginn mit Ende Oktober. Der BGM hätte es gerne Blackout-sicher, auch weil wir dann u.U. eine Förderung von bis zu 50% bekommen könnten. Das muss noch technisch abgeklärt werden.

Anmerkungen: ich finde das sinnvoll und lässig. Aber ich hab keine Ahnung warum der BGM solche Informationen nicht (auch) in Gemeinderatssitzungen preisgibt. Es fühlt sich halt echt so an, als ob wir da im Dunklen gehalten werden sollen und alles husch husch über die Bühne gepeitscht werden soll.

Anvisiert waren Kosten von einer Million €. Aber jetzt rechnen sie mit 800.000€

In April oder Mai (wenn man wirklich weiß wieviel Leistung da abfällt) könnte es erste Schritte in Richtung einer Energiegmeinschaft geben,

Gemeindevision

Offen gesagt: da war ich mit den Gedanken wo anders und kann nix Tolles berichten.

Fragen aus dem Publikum


Es wurde gesprochen über Hochwasserverbauungen und das Kinderheim. Und auch über die folgenden zwei Themen:

Blackout

Ein Frage betraf den Stand der Blackout-Pläne. Der BGM meinte es gäbe einen Plan. Und es sei auch was im Entstehen.

Ich berichte, dass der Plan ein sehr generischer ist (es kommen das Wort "Tsunami" darin vor. Aber nicht "Blackout" oder auch nur "Stromausfall"). Auch besteht dieser Plan primär aus Telefonlisten. Iim Falle eines Blackouts ist das Telefonnetz aber in spätestens 4 Stunden, wahrscheinlicher aber 30 Minuten tot. Kurz: es gibt keinen Blackoutplan.

In den Jahren 2023 und 2024 sah es aus als würde nach langem Nörgeln unsererseits endlich Bewegung in Blackoutpläne kommen. Der Sicherheitsausschuss hatte einen viele Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog erstellt, der noch in eine echte Form hätte gegossen werden müssen . . . der Sicherheitsausschuss hat aber seit Juni 2024 nicht mehr getagt. Wenn also tatsächlich was "im Entstehen" ist, dann ist das etwas was eine Einzelner ausbrütet und nicht das weitere Gremium, das dafür zuständig ist.

Schwanzerhaus

Der BGM erzählt nochmal (teilweise launig) von Amtsvorgängen rund um den Verkauf. Nicht wirklich relevant.
Was mich eher umtreibt:
In seiner Darstellung der Genese meint er, er hätte "mit den Leuten möglichen geredet" und überall gehört "spricht nix dagegen". Das mag ich so nicht stehen lassen.
Er hat nicht mit der Opposition geredet. Er hat nicht einen Ausschuss damit befasst. Dort hätte er auf alle Fälle schon gehört, dass schon etwas dagegen spricht: mit zwei anderen Grundstücken hatten wir ein recht großes zusammenhängendes Areal in Gemeindebesitz. Bevor man das aufbricht sollte man schon SEHR genau überlegen, ob man das in 20 Jahren mal brauchen könnte. Stattdessen wurde der Verkauf in einem sagenhaften Tempo durch den Gemeinderat gepeitscht.

Ingrid Mayerhofer

Zum Abschluss wurde noch Ingrid Mayerhofer geehrt die in einer Woche ihre Pension antritt.
Ingrid war schon der gute Geist der Schule als ich dort unterrichtet wurde.Und es ist ganz ganz schwer sich die Volksschule ohne Ingrid vorzustellen. Danke für alles.

6 Kommentare:

  1. Das hatte ich in den 80er gelesen:
    https://www.lendvai.at/B_der_Medienkrieg_deutsch.htm
    und denke immer wieder daran zurück, vor allem an das Brecht-Zitat auf dem Umschlag: (unverbindlich ..):
    "Sie glauben nicht den Fakten, sie glauben nur sich selbst. Notfalls müssen die Fakten dran glauben."
    Brecht ist seit genau 70 Jahren tot, die Aussage lebendiger denn je.

    Gibt es neben den Kostenschätzungen für das Kraftwerk auch Nutzenberechnungen? Also Kosten-Nutzen, Rendite, Return on Investment ...

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    1. Das Brecht Zitat ist sehr gut und richtig aber mir ist nicht ganz klar auf was Sie sich damit beziehen. Können Sie das ein wenig ausführen?

      zur Kostenschätzung: wir bekommen im Regelfall keine Einsicht in nix. Ich kann diesbezüglich also eigentlich nur wiederkäuen, was der Bürgermeister erzählt: der Kredit den wir aufnehmen werden hat eine Rückzahlungsrate von 30.000€ im Jahr. Und das ist so, weil das die zu erwartende Stromkosten-Ersparnis ist. (Siehe Tagesordnungspunkt 4 https://gruenebiedermannsdorf.blogspot.com/2026/09/Bericht-GR-2026-09-16.html )

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    2. Das Kleinkraftwerk zum Betrieb eines Pumpwerks ist absoluter Schwachsinn in Zeiten des Wassermangels und die Kosten/Nutzenanalyse wird uns der Meister nicht aller Bürger wohl ewig schuldig bleiben......

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    3. zu Brecht:
      Ich bezog das auf die ganz grosse Politik (schon immer ein Thema ...) und auf die kleine Dorfpolitik (eigentlich nicht immer ..), aber nicht auf ihren Blog. Den schätze ich, weil er m.E. auch klar zwischen Meinung und Bericht trennt.

      zu Kosten-Nutzen:
      30.000 im Jahr - bleibt nur die Frage: wie viele Jahre? Gesamtkosten? Zinsen flexibel oder fix?
      Wenn man noch rechnet, dass die 600.000 aus dem Budget vielleicht auch zu verzinsen wären kommt ja noch was dazu. Und wenn ich das an die Bank zahle was ich mir an Strom erspare ist mein Nettogewinn vorerst Null. Nach Rückzahlung (15-20 Jahre??) gibt es Erträge, nur beginnen dann irgendwann neben den kleinen, jährlichen Wartung auch die grossen Reparaturen. Und Förderungen - ja, nein, (nicht) rückzahlbar?
      Viele Fragezeichen ....

      ... Schwachsinn wegen Wasserknappheit....:
      In der Kürze liegt die Würze, aber das ist doch sehr dünn argumentiert. Auch wenn der heurige Sommer viele Probleme aufgezeigt hat - der Kanal wird m.W. gezielt dotiert, und wenn es niedere Wasserstände gibt dann zeigt sich das in den Speiseflüssen und nicht bzw. wenig im Kanal. Kann ich nicht belegen - die Abflussmessungen im Kanal über die letzten Jahre sind mir nicht bekannt.

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  2. Bleibt die Wasserleistung des Wiener Neustädter Kanal gleich, wenn in Laxenburg der Bau des Tunnels erfolgt? Dort wo jetzt der Bahnübergang ist?

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    1. Ich weiss es nicht, aber ich vermute, dass das Abflussvolumen gleich bleiben wird. Während der Bauphase - so es denn einen Bau geben wird - könnte ich mir schon vorstellen, dass der Kanal in dem Abschnitt gesperrt wird und evtl. über den Haidbach umgeleitet wird.

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