Montag, 12. März 2018

In welche Zukunft gehen wir?

Straße, die im Nebel verschwindet

In welche Zukunft gehen wir?
  • Wer nutzt Macht und Herrschaftsstrukturen ausschließlich für sein persönliches Fortkommen?
  • Wer ignoriert, nachdem er die Macht übernommen hat, rationale, umsichtige und durchdachte Antworten auf soziale, ökonomische und politische Probleme, um stattdessen seine unstillbare Gier zu bedienen?
  • Wer hat mit Kompetenz, Intelligenz, Ehrlichkeit, Rationalität, Selbstaufopferung oder dem Allgemeingut nichts am Hut, pervertiert, deformiert und zerstört Machtsysteme, um seinen eigenen unmittelbaren Interessen zu dienen und verspielt für kurzfristigen persönlichen Gewinn die Zukunft?
  • Wer spricht öffentlich von einem Abbau des Verwaltungsapparates, vergrößert aber stattdessen das Staatsdefizit?
  • Wer erweitert Umfang und Machtbefugnisse der Strafverfolgungsbehörden und des Militärs, um seine globalen Geschäftsinteressen zu schützen und im Inneren die soziale Kontrolle sicherzustellen?
  • Wer lässt jene Bereiche des Staates, die dem Gemeinwohl dienen, im Namen von Deregulierung und Sparprogrammen  verkümmern?
  • Wer schickt seine Kinder in Privatschulen und erkauft ihnen Zugang zu Eliteuniversitäten und sieht  daher auch keine Notwendigkeit, gute öffentliche Bildung für die breite Masse der Bevölkerung zu fördern?
  • Wer nutzt selbst weder U-Bahn, Bus noch Zug und kürzt daher drastisch die Mittel für Wartung und Verbesserung dieser öffentlichen Dienste?
  •  Wer verabscheut eine funktionierende Presse, welche seine Verlogenheit und Korruption ans Tageslicht bringt und kauft daher Medien auf, um sie zu kontrollieren und seine Kritiker an den Rand der Gesellschaft zu drängen?
Lesen Sie hier einen fulminanten Artikel  von Chris Hedges, Journalist, Pulitzer-Preis-Gewinner und Autor der New York Times- Bestsellerliste, über Oligarchen und über Anmerkungen von Aristoteles zur Oligarchie. Und dann vergleichen Sie die derzeitige Situation (nicht nur) Österreichs mit diesen Aussagen!

Sonntag, 11. März 2018

Gewaltentrennung in Österreich nur auf dem Papier!

Parlamentsgebäude auf der Wiener Ringstrasse
Gewaltentrennung und die Rolle des Parlaments in Österreich.

Die österreichische Bundesverfassung ist von den Prinzipien der parlamentarischen Demokratie und der Gewaltentrennung geprägt. Unter Gewaltentrennung versteht man die Verteilung der Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane zum Zweck der Macht­begrenzung und der Sicherung von Freiheit und Gleichheit. Dabei werden die drei Gewalten Gesetzgebung (Legislative), ausführende Gewalt (Exekutive) und Rechtsprechung (Judikative) unterschieden.

In Österreich wird praktisch jedes Gesetz als Regierungsvorlage eingebracht und von der jeweiligen Koalitionsmehrheit mit einer Abstimmung unverändert angenommen. Legislative Oppositionsanträge haben keine Chance auf eine Mehrheit. Das heißt aber auch: Die Gesetze werden in den Ministerien geschrieben. Die Gewaltentrennung in Österreich  besteht nur auf dem Papier.  Da im Nationalrat alle Abstimmungsergebnisse schon vor der Sitzung feststehen, dienen dort die Aussprachen der öffentlichen Darstellung von politischen Positionen. Das ist grundsätzlich völlig legitim, führt aber auch zum Showcharakter, den diese Sitzungen haben. Eine der Hauptfunktionen der Plenarsitzung im NR ist es, in die Tageszeitungen und die ZiB zu kommen. Nochmal, das ist grundsätzlich legitim.
Daher wird von den Klubleitungen aber auch immer darauf geachtet, dass die eigenen Reihen voll sind, wenn eigene Abgeordnete sprechen. Man klatscht immer für den eigenen Sprecher. Weil Bühnenfunktion, weil Fernsehen.

Das Parlament der europäischen Union hingegen ist ein Arbeitsparlament. Es gibt dort keine Koalition, keinen Klubzwang, keine festen Mehrheiten. Jeder legislative Vorschlag der Kommission wird vom Parlament bearbeitet und abgeändert, für jeden einzelnen Absatz braucht es (wechselnde!) Mehrheiten. Das ist sehr viel Verhandlungsarbeit und die passiert auch während der viertägigen Plenarsitzungen. Das EP ist daher kein Bühnenparlament,

“Mir gefällt die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments besser als die des Nationalrates. Es ist das lebhaftere, aktivere Parlament, es gibt echte Gewaltenteilung.” (Michel Reimon, Abgeordneter der Grünen im Europaparlament)

Donnerstag, 8. März 2018

18 Prozent pro Jahr!


Laut Forbes gibt es aktuell 2208 Dollarmilliardäre auf der Welt, die über ein Vermögen von in Summe 9,1 Billionen Dollar verfügen.

Interessanter als diese Zahlen ist die Tatsache, dass diese Vermögen im letzten Jahr um 18% gestiegen sind – eine Wertsteigerung, die sich auch Otto Normalverbraucher für seinen bescheidenen Besitz wünschen würde. Außerdem: Diese Wertsteigerung bedeutet eigentlich ein jährliches Einkommen von 1,4 Billionen Dollar. Die Steuerbelastung österreichischer Durchschnittsverdiener betrug 2016 über 47%. Würden die Vermögenszuwächse der Superreichen nur annähernd ähnlich besteuert wie durchschnittliche Arbeitseinkommen – wie viele Schulen, Universitäten, Krankenhäuser könnte man dafür weltweit errichten, in welchem Ausmaß Hunger verringern oder die katastrophale Lebenssituation vieler Menschen in der dritten Welt verbessern und damit auch den Migrationsdruck beseitigen?

O.k., das ist teilweise eine Milchmädchenrechnung, da ein großer Teil dieser Riesenvermögen aus der Bewertung von Aktien und anderen Wertpapieren besteht, denen, etwa im Fall von Softwarefirmen, vergleichsweise geringe reale Werte gegenüberstehen. Aber die Sache wird dadurch nicht besser. Denn das heißt, dass es sich dabei um Blasen handelt, die irgendwann mal platzen werden und für deren Sanierung dann erst wieder die große Allgemeinheit zur Kasse gebeten wird. Wie immer man es wendet: Eine gigantische, sich immer mehr beschleunigende Vermögensvermehrung in der Hand Weniger auf Kosten der Allgemeinheit! Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Denn wie sagte einer dieser Superreichen: „Wer das Gold hat, macht die Regeln“.

Dienstag, 6. März 2018

Pflanzentauschmarkt 2018


Pflanzentauschmarkt am 5. Mai 2018, 9-13 Uhr, vor der Jubiläumshalle

Gurke gegen Grünlilie, Kaktus gegen Kürbis.
Tauschen Sie überschüssige Garten- oder Zimmerpflanzen oder kaufen Sie gegen eine kleine Spende, was Sie noch brauchen. Anmeldung oder Reservierung ist nicht erforderlich.
Zusätzlich werden auch Pflanzen vom Klosterbauer in St. Gabriel zum Verkauf angeboten.

Hier finden Sie einen Bericht vom Pflanzentauschmarkt 2017

Radbörse 2018

 
Fahrradbörse und Rad Check-Up 
Am 1. Mai 2018 wird zum zweiten Mal unsere Fahrradbörse auf dem Platz vor der Jubiläumshalle stattfinden. Fahrräder, Kinderräder und Zubehör, das Sie nicht mehr brauchen, können ab 8:30 Uhr zum Verkauf abgegeben werden, Sie setzen den Verkaufspreis fest, wir übernehmen den Verkauf für Sie. 10% des Verkaufserlöses kommt einem Sozialprojekt zugute.

Natürlich können Sie selbst auch Räder oder Zubehör kaufen und Ihr Rad nach der Winterpause von einem Fachmann überprüfen lassen. Kleine Wartungsarbeiten, für die keine Ersatzteile notwendig sind, werden gleich an Ort und Stelle durchgeführt.

Hier finden Sie einen Rückblick auf die Radbörse 2017

Montag, 5. März 2018

Wahl(nicht)anfechtung NÖ Landtagswahl 2018





Die Grünen haben den Wiedereinzug in den NÖ Landtag geschafft. Das ist doch gut, oder?

Genau das, was wir uns gewünscht bzw. erhofft hatten, oder?

Ja, das stimmt.

Was wir allerdings auch erwartet haben, war ein korrekter Ablauf der Wahl. Das darf, so meinen wir, jede Bürgerin und jeder Bürger in Niederösterreich erwarten.


Diese Erwartung wurde offensichtlich nicht erfüllt.

Die Landtagswahl NÖ war mit ziemlicher Sicherheit nicht verfassungskonform. Grund: ein überstürzt beschlossenes Gesetz, wonach die Gemeinden gezwungen wurden, mehr oder weniger willkürlich Entscheidungen über das Wahlrecht von BürgerInnen mit Zweitwohnsitz zu treffen. Eine Anfechtung der Wahl war für die Grünen unter anderem aus finanziellen Gründen nicht möglich. Lesen Sie hier die Hintergründe.

Freitag, 2. März 2018

Ideensammlung Revitalisierung Schloss Biedermannsdorf

Schloss Biedermannsdorf (ehemaliges Kinderheim)
 
Ideensammlung Revitalisierung Schloss Biedermannsdorf
Beim ersten Standortforum zur Revitalisierung des Geländes des ehemaligen Kinderheims (Schloss Biedermannsdorf) hat sich gezeigt, welch großes Interesse an einer optimalen Gestaltung dieses Areals die BiedermannsdorferInnen haben. Es kamen auch eine Menge wertvoller Fragen und Vorschläge aus der Bevölkerung, die auf einem Flipchart gesammelt wurden.

Nun kann es sein, dass noch einige andere interessante Ideen auftauchen, die in den Planungsprozess einfließen könnten. Um diese Ideen von möglichst vielen BiedermannsdorferInnen einsammeln zu können, haben wir auf Facebook dazu ein Dokument angelegt. Falls Sie keinen Facebook- Account haben, können Sie Ihre Ideen auch hier als Kommentar posten (anonym oder mit Namensnennung). Wir werden dann solche  Beiträge in das Facebook- Dokument übertragen, um wirklich alle Anregungen an einer Stelle zu haben.