Montag, 3. April 2023

Pflanzentauschmarkt 2023

6. Mai 2023
9:00 - 13:00 Uhr
Parkplatz Jubiläumshalle

Gurke gegen Grünlilie, Kaktus gegen Kürbis: Überschüssige Garten- oder Zimmerpflanzen können getauscht oder eine kleine Spende erworben werden. Für Ihre Kinder wird es voraussichtlich ein Kinderprogramm geben.
Anmeldung ist nicht erforderlich. 
Mit allfälligen Rückfragen wenden Sie sich bitte an Anne-Marie Kern, 0664 2126 420

Freitag, 31. März 2023

Ein 11. und 12. Schuljahr für Kinder mit Behinderung

Was man vom türkisen Grundsatzprogramm halten kann:
Die Initiative „Ich will Schule“ erhielt für eine von ihr gestartete Petition die Unterschriften von 35.426 Menschen. Sie fordern einen Rechtsanspruch auf ein 11. und 12. Schuljahr für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Nun wurde die Petition dem Bildungsausschuss des Parlaments zugewiesen. SPÖ, FPÖ, Grüne und Neos haben Zustimmung signalisiert. Aber die ÖVP blockiert einen solchen Rechtsanspruch. Der Generalsekretär von Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) hat klar festgestellt, dass es in dieser Legislaturperiode keine Gesetzesänderung geben wird.

Aus dem ÖVP-Grundsatzprogramm:

„Die Achtung des Menschen und der Menschenwürde …...ist Ausgangspunkt unseres politischen Denkens und Handelns. Die Würde des Menschen ist in allen Phasen des Lebens unverletzlich und kommt jedem Menschen unabhängig von …... Besonderheiten oder Fähigkeiten zu. Das Wohl der Kinder hat Vorrang vor allen anderen Interessen.“


Derzeit müssen ihre Eltern für jedes weitere Schuljahr einen Antrag an die Bildungsdirektion stellen – und dieser wurde in den Vorjahren, speziell in Wien, oft nicht bewilligt. Aber Kinder, die eine intellektuelle Behinderung haben, brauchen oft länger als Kinder ohne Behinderung, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu entwickeln, um Lesen, Schreiben und Rechnen lernen zu können. Dafür öffnet sich bei vielen während der Pubertät ein großes Lernfenster. Doch genau dann fallen sie aus dem Schulsystem.

 

Mittwoch, 29. März 2023

Brandgefahr in Niederösterreich!


Waldbrandgefahr in Niederösterreich auf Grund der Trockenheit
Soeben wurde von verschiedenen Bezirkshauptmannschaften, darunter auch Baden, Waldbrandgefahr ausgerufen und daher die ersten Verordnungen der Behörde erlassen. Die Grundwasserpegel sind so niedrig wie nie und Flüssen geht das Wasser aus. Und durch die Klimakrise rauben die Pollen schon fast das ganze Jahr über den AllergikerInnen die Lebensqualität.

In übertragenem Sinn brennt es auch woanders: Bei den Kosten fürs Wohnen. Das trifft vor allem die, die  kein Vermögen haben: Menschen in Mietwohnungen. Das ist nicht nur die junge Kleinfamilie, das sind auch Singles und PensionistInnen, die eine weitere Mieterhöhung schwer ertragen können. Die gesetzliche Mietkostenbremse hätte mehr Gerechtigkeit gebracht. Unsere ChefverhandlerInnen haben sich über Wochen bemüht, für Menschen gute Politik zu machen. Die ÖVP hat sich auf die Seite des Eigentums und des Vermögens mit all ihren ZinshausbesitzerInnen a la Benko gestellt.

Die lokalen Unterstützungen bei Gemeindewohnungen sind löblich, helfen aber nicht bei frei finanzierten Wohnungen. Und Wohnbeihilfe gibts in Niederösterreich nur für wohnbaufinanzierte Wohnungen.

Genau in der Zeit bringt schwarz-blau in Niederösterreich ein Arbeitsübereinkommen zutage, das nichts von all diesen Lebensfragen auf die höchste Stufe stellt. Realitätsfern, zukunftsvergessen, wissenschafts- und frauenfeindlich ist der Kit von schwarz-blau.

Last but not least: Die Einmalzahlungen bei Heizkosten und Wohnen haben die Menschen Johannes Rauch und nicht Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich zu verdanken. Das muss auch einmal klargestellt werden. 

50% aller Fischarten vom Aussterben bedroht.

In Österreich sind mehr als 50% aller Fischarten vom Aussterben bedroht. Sie stehen auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Bei den heimischen Fischarten sind sogar über 70% gefährdet. 

Ursachen dafür sind höhere Wassertemperaturen, das Einsetzen von fremde Arten sowie aufgestaute Flüsse. Der Hauptgrund dafür liegt im Klimawandel und der damit einhergehenden Wassererwärmung. Dadurch verschieben sich Fischregionen und wärmeliebenden Arten vermehren sich. Der Großteil der anderen Fische stirbt jedoch aus.

Steigende Wassertemperaturen gefährden die Fortpflanzung von Fischen stärker als bisher angenommen. Fische sind in bestimmten Lebensphasen unterschiedlich temperaturempfindlich.  Laichende Fische und Fischeier kommen bereits bei plus drei, vier Grad in Bedrängnis. Unter den in Flüssen, Seen und Teichen heimischen bzw. laichende Fischen sind vor allem pazifische Lachse, Forellen und Störe bedroht. Problematisch ist die Klima- und somit auch Wassererwärmung vor allem für seichte Seen und Flüsse. Oder auch für kleinere Fische in tiefen Seen, die sich gern in Ufernähe aufhalten. Wird es dort zu warm, müssen sie in tiefere Regionen ausweichen, wo aber Raubfische auf sie warten.

Abgesehen von der Wassererwärmung stehen bereits 23 Pflanzen- und 668 Tierarten der Flusslebensräume in Österreich wegen Segmentierung und Regulierung der Flüsse auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

https://kaernten.orf.at/stories/3199624/
https://science.orf.at/stories/3201096/

Dienstag, 28. März 2023

Die Zukunft der holzartigen Biomasse im Energiemix der EU

Das EU-Parlament hat drei wesentliche Änderungen betreffend der Verwendung von Biomasse  als erneuerbare Energiequelle vorgeschlagen:

  • eine neue Definition der primären holzigen Biomasse und ihrer Anrechenbarkeit für energetische Zwecke,
  • eine Begrenzung des Anteils der primären holzartigen Biomasse, der zu den Zielen der EU für erneuerbare Energien beitragen soll,
  • die Abschaffung aller Subventionen für primäre holzartige Biomasse für alle Energiezwecke

Die neue Definition von primärer holzartiger Biomasse umfasst aber weiterhin alles gefällte oder anderweitig geerntete und entnommene Rundholz, d. h. die aus den Wäldern entnommenen Mengen, einschließlich des durch natürliche Sterblichkeit sowie durch Fällung und Abholzung gewonnenen Holzes.

Zwischen 50 und 60 % des Verbrauchs an erneuerbarer Energie in der EU stammen aus Biomasse in verschiedenen Formen (flüssig, gasförmig, fest) und aus verschiedenen Quellen (Holz, Gräser, landwirtschaftliche Nebenprodukte usw.). Der wichtigste Sektor, in dem Biomasse in der EU derzeit  genutzt wird, ist der Wärmesektor. Insgesamt macht die Nutzung von Biomasse für Wärme etwa 75 % des Gesamtverbrauchs an Bio- Energieträgern aus.

60 % der in der EU für Energiezwecke bereitgestellten Biomasse stammt aus Holz. Die holzartige Biomasse stammt jedoch aus unterschiedlichen Quellen: Etwa 37 % bis 51 % der für Bioenergie genutzten holzartigen Biomasse ist "primäre Holzbiomasse", während der Rest aus sekundärer Biomasse stammt. Sekundäre Biomasse besteht aus festen Haushaltsnebenprodukten, Abfällen aus Zellstofffabriken oder Holz, das zuvor zu anderen Zwecken verwendet wurde.

Die von der EU-Kommission veröffentlichten Szenarien bis 2050 machen deutlich, dass der Anteil der Biomassenutzung am Energieverbrauch wahrscheinlich steigen wird, und zwar auch in tatsächlichen Zahlen. Der größte Teil der Nachfrage nach Bioenergie in einer klimaneutralen EU im Jahr 2050 müsste durch neue Quellen wie landwirtschaftliche Abfälle oder nicht-holzige Energiepflanzen gedeckt werden.

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Montag, 27. März 2023

Wissenschaft ist die Lösung, nicht das Problem

Unsere Politik pflegt eine irritierende Abneigung gegenüber dem Expertentum. Das ist ein gefährlicher Fehler. Denn Wissenschaft ist die Lösung, nicht das Problem.

Bundeskanzler Karl Nehammer behauptet, man sei in den Krisenjahren zu "expertenhörig" gewesen
und bezweifelt wissenschaftliche Beweise für Untergangsszenarien infolge des Klimawandels. In Niederösterreich wurde eine Landesregierung ins Amt gehievt, in deren Arbeitsübereinkommen der Nutzen von Impfungen infrage gestellt ist. Und im Expertengremium Gecko, das wissenschaftliche Entscheidungsgrundlagen zum Umgang mit der Pandemie erarbeitet hat, hatten sämtliche Wissenschafterinnen und Wissenschafter wohl ihre Gründe, nicht mehr weitermachen zu wollen. Das "Ende der Pandemie" war es nicht.

Wir haben einen Innenminister, der Wissenschaft und Fakten als unterschiedliche Kategorien betrachtet und Landeshauptleute, die lieber nicht zuviel auf Experten hören wollen. Und in kaum einem Land ist Wissenschaftsfeindlichkeit auch in der Bevölkerung so ausgeprägt wie in Österreich,

Im Vergleich zu den gesellschaftlichen Verwerfungen, die im Hinblick auf nötige Strategien gegen die Konsequenzen des Klimawandels auf uns zukommen, waren die Debatten um Schutzmasken und Covid-Impfungen Peanuts. Wenn wir diesen Umwälzungen gewachsen sein wollen, müssen wir solide wissenschaftliche Erkenntnisse als Entscheidungsgrundlage akzeptieren – und die Belastbarkeit von Evidenz nicht um politischer Showeffekte willen chronisch aushöhlen.

Wir alle sind aufgefordert, Meinungen nicht mit wissenschaftlich belegten Fakten sowie Korrelation nicht mit  Kausalität zu verwechseln und uns aus dem bequemen Schneckenhäuschen liebgewordener Vorurteile hinauszubegeben in die Welt oft sehr komplexer Zusammenhänge. Nur so werden wir die Zukunft gut bewältigen können.

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Samstag, 25. März 2023

Letzte Chance für unser Klima?

 
Der Pakt zwischen Mikl-Leitner und Landbauer trieft nur so vor Rassismus und Wissenschaftsfeindlichkeit. Er zeigt, dass die niederösterreichische ÖVP vor nichts zurückschreckt, um an der Macht zu bleiben. Und auf Bundesebene? Kanzler, Innenminister, Nationalratspräsident, ORF-Chef und der  Raiffeisen-Boss sind alles Niederösterreicher. (1) Unter diesem geballten Geist der Wissenschaftsfeindlichkeit und der Irrationalität werden wir wohl kaum die nötigen Weichen stellen können, um den Pariser Klimazielen nahezukommen.

Um sie doch noch zu erreichen, müsse nach dem aktuellen IPCC- Bericht das Energiesystem laut den Wissenschaftern auf 100 Prozent erneuerbare Energien umgestellt werden. Weltweit müsse in den Klimaschutz drei bis sechs Mal so viel investiert werden wie derzeit.

"Wir haben alle Handlungsoptionen, um unsere CO2-Emissionen zu halbieren und auf den Pariser Pfad zu kommen: Erneuerbare Energien ausbauen, raus aus fossilen Energieträgern, Verbesserung der Biodiversität, klimafreundliches Mobilitätsverhalten, klimafreundliche Ernährung: Hierzu braucht es jedoch Regulatorien", erklärt der Wiener Klimaforscher Daniel Huppmann vom Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg. "Wir sehen den Klimawandel viel, viel stärker als vor achteinhalb Jahren. Wir spüren die Auswirkungen und wissen, dass sie mit jedem bisschen Erwärmung massiv ansteigen werden. Gleichzeitig haben wir es noch in der Hand, dagegen vorzugehen und das Allerschlimmste abzuwenden", sagte Matthias Garschagen, Inhaber des Lehrstuhls für Anthropogeographie der Universität München (2).

Ja, noch hätten wir es in der Hand. Aber Niederösterreich wird mit dieser machtgeilen Regierung nicht viel dazu beitragen. Und Österreich insgesamt? Mit dieser stockkonservativen, lobbygesteuerten ÖVP? Mit dieser irrationalen, manipulativen FPÖ? Mit einer Bevölkerung, die diese Parteien mehrheitlich wählt, obwohl sie damit ihren eigenen längerfristigen Interessen schadet?