Freitag, 9. August 2024

Gewalt auf der Straße, die Politik und wir.

 

Wie sehr  rechtsextreme und antimuslimische Gewalttaten auch Folgen einer Politik sein können, die seit Jahren Migranten zum Sündenbock für die grassierende Ungleichheit im Land macht, sieht man derzeit in Großbritannien. Dort verüben Rechtsextreme am helllichten Tag rassistische Gewalttaten, stecken Hotels, in denen Asylbewerber untergebracht sind, in Brand, schänden muslimische Gräber oder prügeln auf offener Straße auf vermeintliche Muslime ein. Davor wurden in den letzten 14 Jahren konservativer Regierungsführung Minderheiten immer wieder als Sündenböcke für die sich verschärfende Ungleichheit im Land missbraucht, aber auch der rechte Flügel der Labour Party hat da mitgetan.

Ähnliches sieht man leider auch bei uns, schon seit längerer Zeit. Politiker – von der Regierungsspitze bis zu den letzten Hinterbänklern – sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein, sollten Benachteiligungen und Ungleichheiten von der Wurzel her verringern, emotionalisierende Fake-News nicht zulassen und noch viel weniger selbst in die Welt setzen. Aber: Auch wir, jeder von uns,  sollte solchen Falschmeldungen nicht aufsitzen und sich umfassend informieren, auch wenn das anstrengend ist. Vor allem aber sollten wir spätestens an der Wahlurne Parteien nicht unterstützen, die immer nur Stimmungen anheizen, sich um die Wahrheit nicht scheren und uns als Stimmvieh manipulieren und missbrauchen wollen.

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Dienstag, 6. August 2024

Und wieder: Blockierer am Werk!

Für den Anbau vieler Rohstoffe werden Wälder  gerodet, was drastische Folgen für Klima und Artenvielfalt hat; daher hat die EU vergangenes Jahr die Entwaldungsverordnung erlassen.

Nun versucht der große Koalitionspartner, diese von ihm mitbeschlossene Verordnung zu blockieren oder zumindest zu verzögern. Ein Verhalten, das wir von dieser Partei schon gewöhnt sind – was die Sache aber nicht besser macht.

Details zur EU-Entwaldungsverordnung
Frühere Blogbeiträge zum Thema hier und hier
Artikel im Standard

Freitag, 2. August 2024

Link-Kisterl KW 31

Hier wieder unsere wöchentliche aktuelle Sammlung an Links, die uns in den letzten 7 Tagen untergekommen sind und nicht anderweitig verwurstet wurden. Nicht immer "Grün". Manchmal unterhaltsamer als informativ. Nur selten mit direktem Ortsbezug. Unsere einzige Regel: maximal zwei Sätze Erklärung/Kontext pro Link. Das muss reichen.

Falls Kritik an oder Anmerkungen zu einem der Links haben, würden wir uns sehr freuen hier im Blog oder auf Social Media darüber zu diskutieren.

Lesen:

  • U-Ausschüssen spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufarbeitung politischer Missstände und sollten der Bevölkerung eine umfassende Meinungsbildung ermöglichen, sie sind jedoch alles andere als öffentlich. Hier gibts Details und eine Petition, um das zu ändern.
  • Viele Parteien agiert nach dem Prinzip Realitätsverleugnung und verzettelt sich in Ideologiedebatten, die niemandem weiterhelfen. Zum Artikel im Profil.
  • Elon Musk ist einer der reichsten Menschen der Welt.  Warum sein Abdriften in rechtsextreme Verschwörungen, seine Millionen Follower für Alle gefährlich sind, lesen Sie hier.
  • Eilmeldung: globaler Earth Overshoot Day heuer genau in der Jahresmitte. Zum OTS-Bericht
  • Einen extrem interessanten Artikel über das hervorragende Schulsystem in Estland - und was wir daraus lernen könnten, finden Sie hier.
  • Der Weg zu einer ökologisch verträglichen Architektur ist steinig, ein komplettes Umdenken in der Branche und in der Politik wäre notwendig. Zum Artikel im Standard.
  • Das Beste aus zwei Welten oder doch nur der kleinste gemeinsame Nenner? Was der Koalition gelungen ist und sich von beiden Seiten als Erfolg verkaufen lässt, lesen Sie hier.
  • Von Dachbegrünung zu Wasserkanälen: 4 Städte und 4 Kühlingstaktiken. Zum (englischsprachigen) Artikel.

Anschauen:

  • Wenn die Bild Zeitung den Vorstandschef von Ford interviewt, dann stellen sich alle darauf ein, dass gemeinsam auf das Verbrenner-Aus eingedroschen wird. Wenn der Vorstands-Chef bei dem Drehbuch aber einfach nicht mitspielt, kommen überaus informative und (ob des sichtlich verlegenen Interviewers) amüsante 30 Minuten dabei raus. Zum Video

Belohnung für hinterher:

Mittwoch, 31. Juli 2024

Österreich unter den Spitzenreitern beim Bahnausbau!

Über Jahrzehnte wurden Bahnverbindungen in ganz Europa vernachlässigt, totgespart und sogar abgebaut. Heute sind ganze Landstriche per Bahn nicht mehr erreichbar und auch viele europäische Großstädte nicht per Zug miteinander verbunden. Dabei könnte es dreimal so viele Direktverbindungen zwischen Europas Großstädten geben, ohne einen einzigen Kilometer Schiene neu zu verlegen! Auch in Österreich wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr Regionalstrecken geschlossen. Diese Schließungen haben das Land von der Stadt abgeschnitten, und Menschen gezwungen, hunderte Euro pro Monat fürs Auto auszugeben.

Aber seit die Grünen in der Regierung sind, ist bei uns wieder Geld in den Bahnausbau geflossen, sogar ziemlich viel: Im europäischen Vergleich liegt Österreich bei den Pro-Kopf-Investitionen in die Schieneninfrastruktur mit 336.- Euro hinter Luxemburg und der Schweiz an dritter Stelle.

Der Ausbau des Bahnnetzes gehört europaweit verstärkt und in Österreich in Zukunft abgesichert. Unterzeichnen Sie daher bitte hier eine Greenpeace-Petition für eine zukunftsfähige Verbesserung der Bahn in Österreich und ganz Europa!

Dienstag, 30. Juli 2024

Alltagstauglicher Radweg. Und wofür?

Test-Urteil: ist gut geworden.

-- dies war der erste Entwurf eines Artikels, der in stark gekürzter Version in unserem Infobrief 2024/08 erscheinen wird --

Der Radweg über die Autobahnbrücke ist endlich Realität. Der politische Einsatz für dieses Projekt begleitet uns schon lange. Aber gerade während der Baustellenphase wurden wir öfters mit einer Frage angesprochen: Wofür brauchen wir das überhaupt?

Montag, 29. Juli 2024

Bankerlplatz gesucht!

Biedermannsdorf, wir haben ein Geschenk für Dich!


Wir haben gestrichen, geschleppt und gebaut. Und heraus kamen zwei wundervolle Regenbogen-Bänke. Jetzt suchen wirnoch schöne Plätze dafür.Was ist dein Vorschlag? Wo sollen diese beiden Bänke unseren Ort noch bunter machen?

Samstag, 27. Juli 2024

Link-Kisterl KW30

 

Hier wieder unsere wöchentliche aktuelle Sammlung an Links, die uns in den letzten 7 Tagen untergekommen sind und nicht anderweitig verwurstet wurden. Nicht immer "Grün". Manchmal unterhaltsamer als informativ. Nur selten mit direktem Ortsbezug.
Unsere einzige Regel: maximal zwei Sätze Erklärung/Kontext pro Link. Das muss reichen.

Falls Kritik an oder Anmkerungen zu einem der Links haben, würden wir uns sehr freuen hier im Blog oder auf Social Media darüber zu diskutieren.
 

Lesen:

  • Neun Dinge, die Sie nicht über die Olympischen Spiele der Antike wussten: Zum Smithsonian Magazine (englischsprachig)
  • Für die von Wirtschaftsverbänden fast zu Fall gebrachte EU-Lieferkettenrichtlinie liegt nun der endgültige Verordnungstext vor, dazu gibts hier eine Analyse der Arbeiterkammer Wien
  • Wo Demokratien kaputtgespart werden, haben es Populisten leicht; die einfache Antwort darauf: Milliardäre besteuern! Zum IPG-Newsletter
  • Großbritanniens neuer Premier Sir Keir Starmer ist das Gegenteil von Herbert Kickl oder Donald Trump. Zum Blog von P.M. Lingens
  • 10.000 Menschen hätten mit dem, was in unseren Schulküchen weggeworfen wird, jeden Tag ein Mittagessen – aber die Reste landen im Mistkübel. Zum Beitrag von Niki Glattauer
  • China wird scheinbar seine  erneuerbare Energie Ziele für 2030 erreichen - in diesem Monat. Zum Beitrag in electrek (englischsprachig)

Hören:

  • Fünf Jahre Grün-Türkis: Sigi Maurer zieht Bilanz: Zum Falter-Podcast
  • Ein Interview mit Julian Hessenthaler, dem Macher des Ibiza-Videos, der einen der größten Skandale in der Geschichte Österreichs aufgedeckt hat: Zum Falter-Podcast
  • Leider die letzte Folge des großartigen, fordernden und immer bereichern den Soziopods. Er wird sehr vermisst werden aber das Episoden-Archiv ist zeitlos und zum Nachhören sehr empfohlen. Zum Podcast 
  • Kurzweiliges Gespräch über Rechtsstaat und Rechtsextremismus. Besonders erhellened ist die Erkenntnis, dass der Begriff "Rechtsstaat" immer mehr von einem Schutz des einzelnen vorm Staat in eine Waffe gegen den einzelnen umgedeutet wurde (Schlagwort: "volle Härte des Rechtsstaats"). Zum Podcast


Belohnung für hinterher (zum anschauen):