Montag, 8. Juni 2020

DURCHGEHENDE BETREUUNG UNSERER KINDERGARTENKINDER im heurigen SOMMER! Antrag der Grünen NÖ wird umgesetzt!

Bild von tolmacho auf Pixabay

Der Kindergarten hat diesen Sommer durchgehend geöffnet. Das ist sehr gut.

Nur ist das keine Leistung der Gemeinde, wie sie uns in einem Posting vor wenigen Tagen verkaufen möchte und das bedarf einer kleinen Richtigstellung.

Es handelt sich nämlich um den Beschluss der Landesregierung und im Prinzip um die Umsetzung eines ursprünglichen Antrags der Grünen NÖ  von der Landtagssitzung vom 7. Mai 2020.

Lesen Sie die Hintergründe:

Freitag, 5. Juni 2020

Chance vertan?


Die Corona-Pandemie hat die neoliberale Gehirnwäsche nicht beseitigt. Die systemrelevanten Berufe – von der Krankenschwester bis zum Paketboten – verdienen zu wenig und arbeiten oft im Niedriglohnsektor. Die systemzerstörerischen Berufe wie Investmentbanker, Hedgefonds-Manager und wenige Superreiche haben riesige Einkommen und nennen mehrstellige Millionenbeträge unverschämt ihr „Eigentum“.

Das eine Prozent der Österreicher, das ein Drittel des gesamten Vermögens besitzt, hat in der großen Regierungspartei einen Garanten dafür, dass die Steuern für Multimillionäre nicht erhöht werden. Ihre Parteispenden waren für sie eine super Investition. Dass auch die FPÖ hier mitspielen würde, wenn sie wieder könnte, ist zwischenzeitlich hinreichend sichtbar geworden. Die üppig mit Steuergeldern geförderten Boulevardmedien erzählen den Menschen jeden Tag, dass man sich Milliarden-Vermögen redlich durch Arbeit verdienen kann, dass nach der Einführung von Erbschaftssteuern das Finanzamt im Nachtkastl Nachschau halten und das Einfamilienhäuschen dem Fiskus zum Opfer fallen würde. Und ein viel zu großer Teil der Bevölkerung ist blind und zu obrigkeitshörig, um das zu sehen und wirksam dagegen aufzubegehren. Woran auch ein Schulsystem seinen Anteil hat, dessen Modernisierung seit Jahrzehnten von der Partei der Systembewahrer verhindert wird.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Das Wunder von Medellín



Medellín. Ein Synonym für Drogenkrieg, Mord und Willkür. Der Name Pablo Escobar, der Drogenbaron, ist untrennbar mit dieser Stadt verbunden. Hier hatte er seine Machtbasis. Sein Name steht für Angst, Terror, und Krieg. Nachdem er in dieser Stadt erschossen wurde, füllten rasch neue Organisationen des Schreckens die Lücke auf. Polizei und Militär unterschieden sich an Grausamkeit gegenüber der Zivilbevölkerung kaum von den Banden, die sie bekämpften.

Die sozialrevolutionäre Guerillabewegung FARC, entstanden aus Hass und Angst, lehnte sich gemeinsam mit Teilen der Bevölkerung gegen diese Spirale der Gewalt auf. Mit Gewalt. So begann ein jahrelanger Krieg, an dessen Ende aber – „Das Wunder von Medellín“ stand.

Bürgerinnen und Bürger nahmen den Widerstand auf. Gewaltfrei. Zusammenhalt, Solidarität und viel Mut, aber auch Verzweiflung waren die Zutaten des Erfolgs. Überall in der Stadt bildeten sich lokale Initiativen und Nachbarschaftskollekte um der Gewalt etwas entgegenzusetzen. Der öffentliche Raum wurde mit Tanz, Musik, Theater und sozialen Projekten zurückerobert. Und die Politik half. Ehemalige FARC-Mitglieder nahmen an einer neuen Regierung teil.

Eines der herausragendsten und nachhaltigsten Leistungen brachte die Poesie zustande. Durch öffentliche Lesungen auf den Straßen, den Plätzen, den Parks und in den Straßencafés im Rahmen von Festivals sollte die Bevölkerung ihre Stadt wieder in Besitz nehmen.

„Ohne Waffe in der Hand, aber mit der Kraft der Poesie“, sagt Fernando Rendón, einer der Initiatoren des ersten Festivals, das ab 1991 jährlich stattfand und 2006 den Alternativen Nobelpreis erhielt.

Seit nunmehr 30 Jahren besuchen jedes Jahr herausragende Poeten die kolumbianische Stadt für 10 Tage – und finden dort bis zu 200.000 Zuhörerinnen und Zuhörer. Es ist ein Ruf, der mit der Sprache der Poesie die Herzen berührt und vielleicht seinen Teil dazu beitrug, dass der Jahrzehnte dauernde Bürgerkrieg 2016 beendet wurde.

Beendet wurden natürlich nicht negative strukturelle Probleme wie die offene Landfrage, die Menschen in die Stadt treibt und nach wie vor für Unruhe sorgt. Armut und Ungleichheit machen den Frieden in Medellín zu einem zerbrechlichen Gut. Doch das, was die Menschen dort bisher erreicht haben, stimmt zuversichtlich.

Man tut sich schwer, angesichts der schlechten Nachrichten, die uns aus jeder Zeitung, jedem Bildschirm entgegenbrüllen, diese Transformation zu verstehen. Dass man sie als Wunder bezeichnet, versteht man schon leichter. Was sagt das über unser Menschenbild, wenn wir den Sieg der Gewaltlosigkeit nicht verstehen? Jedenfalls zeigen die Ereignisse in Medellín, dass der Wandel möglich ist. Ob in Lateinamerika oder hier bei uns.

Karl Wagner

Sonntag, 31. Mai 2020

Die Welt neu denken



Ein Bioschild gegen 5G-Strahlung.

Chemtrails, aus Flugzeugen, die unser Wetter und unsere Psyche manipulieren sollen.

5G-Handymasten erzeugen oder verbreiten das Coronavirus.

Bill Gates prognostiziert hunderttausende Opfer durch Corona-Impfungen.

Das Coronavirus wurde in China erzeugt, um Alte und Kranke loswerden zu können.

Eliten der Wirtschaft kommt das Virus insofern gelegen, als sie aufgrund der Notsituation viel Geld kassieren und die Löhne drücken können, um dann, nach einer Umverteilung von unten nach oben mit einem noch nie dagewesenen Arm-Reich-Gefälle neu durchstarten können.

Wir alle sind manipuliert. Von den Medien, von den Regierungen, von der Wissenschaft belogen. Wir dürfen keinen noch so einleuchtend scheinenden Argumenten glauben.

Es gibt eine Weltverschwörung. Unbekannte Mächte sind dabei, die Macht zu übernehmen.

In Zeiten wie dieser, wo die Zukunft unsicherer denn je erscheint, gedeiht immer ein Virus der besonderen Art. Ein Virus, das die Phantasie in eine ganz bestimmte Richtung anregt. Weg von Fakten, weg von wissenschaftlichen Erkenntnissen, hin zu Behauptungen, die je phantastischer desto willkommener sind.

Donnerstag, 28. Mai 2020

Es ginge, wenn man wollte!


Das bisherige Management der Corona-Krise zeigt, dass Regierungen schnell, in großem Umfang und unter Berücksichtigung aktuellen Wissens wirksam auf plötzlich aufkommende Krisensituationen reagieren und innerhalb kürzester Zeit enorme Geldsummen mobilisieren können, um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

Es gibt jedoch eine Gefahr, die allgemein als ein noch signifikanteres Risiko erachtet wird: Die bereits beobachteten und künftig noch stärker werdenden Folgen des Klimawandels. Daher gilt es, das nun vorhandene erhöhte Bewusstsein für die Verwundbarkeit unseres Wirtschaftssystems zu nutzen und Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise so zu setzen, dass sie auch zur Abmilderung des Klimawandels beitragen und unser Wirtschaftssystem weniger verletzlich machen.

Lesen Sie hier „COVID-19, Klimawandel und Konjunkturpakete“, einen Bericht des WIFO und des  Wegener Center der Universität Graz.

Montag, 25. Mai 2020

Im Grunde gut.


Die täglichen Meldungen über Kriege, Seuchen und Unfälle, Erdbeben und Hunger lassen die Welt in einem katastrophalen Licht erscheinen. Positives muss man lange suchen. In den Wochenendbeilagen findet man sie hin und wieder oder zu Neujahr. Manchmal auch zu Weihnachten gibt es Artikel, die ausnahmsweise über Entwicklungen berichten, die Hoffnung geben. Dann wird auch immer betont, dass die Welt ja eigentlich eh gut ist. Nur, um am nächsten Tag weiterhin die dunkle Seite unseres Lebens intensivst zu behandeln.

Warum? Ganz einfach. Nur das erweckt Interesse und wird gelesen.

Berichte über Steirer, die Solartechnik inklusive Know How nach Afrika bringen, über das autonome Dorf in den Niederlanden, das eine beinahe perfekte Kreislaufwirtschaft aufgebaut hat, über Dörfer in Indien, die ihre Infrastruktur in Eigeninitiative verbessern oder – ganz nahe – der feine, verpackungsfreie Naturkostladen von Gabi Luksch in Kottingbrunn, haben keine Chance, wenn Donald Trump einen seiner unsäglichen Sprüche absondert.

Samstag, 23. Mai 2020

Ihr Summen verstummt - Petition unterzeichnen!!


Unterstützen wir die Petition von Greenpeace zum Schutz der Bienen.

Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sterben. Wollen Pestizidhersteller ihre Produkte in der Europäischen Union verkaufen, dann brauchen sie auf europäischer Ebene eine Zulassung für jenen Wirkstoff, der Hauptbestandteil ist. Dafür muss dieser nach bestimmten Regeln getestet werden. Für Insektizide erfolgt dies unter anderem anhand der sogenannten "Bee Guidance", übersetzt einer "Bienen-Orientierungshilfe".
"Das klingt sinnvoll. Doch getestet wird immer noch nach der veralteten Bee Guidance von 2002, die bei weitem nicht alle Risikofaktoren für Honigbienen, Wildbienen und Hummeln auflistet. Denn sie betrachtet nur die akute Toxizität, also wie viele Bienen bei Kontakt mit dem Insektizid sofort sterben", erklärt Sebastian Theissing-Matei, Greenpeace-Landwirtschaftskampaigner.
Doch nicht jedes Pestizid tötet alle Bienen gleich an Ort und Stelle. Es gibt viele sogenannte subletale Effekte. Das bedeutet, die Biene stirbt nicht sofort, aber langfristig führt das Gift dennoch zum Tod des Bienenstamms. Etwa, weil der Wirkstoff die Lernfähigkeit oder die Orientierung der bienen einschränkt. Sie finden nicht mehr zurück in ihren Stock und verhungern.

Nicht nur die Bienen sind gefährdet, sondern die gesamte Insektenwelt. Ob Schmetterlinge, Wildbienen oder Hummeln - die Artenvielfalt geht ebenso zurück wie die Anzahl der Individuen. Die Krefelder Studie hat festgestellt, dass sich die Biomasse der flugfähigen Insekten in den letzten 30 Jahren um 75 Prozent reduziert hat. Das trifft auch andere Organismusgruppen. Vögel etwa, die Insekten fressen, werden weniger.
Für uns Menschen hat das Insektensterben direkte Auswirkungen. Von den 109 wichtigsten Kulturpflanzen, die die Basis unserer Ernährung bilden, sind 87 Arten von tierischen Bestäubern abhängig.

Die Gründe für das Sterben der Insekten sind für Professor Jan Christian Habel von der Universität Salzburg klar: Lebensräume werden zerstört, zugebaut und umgepflügt. Ökologische Nischen verschwinden.

Im neuen Bienenratgeber von Greenpeace erfahren Sie, wie auch Sie kleine Oasen für nützliche Insekten schaffen.

Aus "Act", dem Magazin von Greenpeace.



Karl Wagner